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Transparenz 2011

Bericht des Vorstands 2011 (Auszüge)

anlässlich der Mitgliederversammlung am 28. September 2012 in Hannover


Der Bericht umfasst die Bereiche:

1. S3-Leitlinie
2. Selbsthilfe
3. Trialogische Informationsveranstaltungen
4. Wissenschaftliche Fortbildungen
5. Öffentlichkeitsarbeit
6. Ausrichtung und Entwicklung der DGBS im vergangenen Jahr
7. Ausblick

Vor etwa einem Jahr nahm der neu gewählte Vorstand seine Arbeit auf. Lassen Sie mich zuerst den Blick zurück auf das vergangene Jahr richten; wir als neuer Vorstand haben den mit der Satzungsänderung vor drei Jahren vorgezeichneten Weg konsequent weiter verfolgt und zahlreiche Projekte und Initiativen umgesetzt bzw. gestartet. Vor allem ist es uns im vergangenen Jahr gelungen, die DGBS als bundesweit anerkannte und förderungswürdige Selbsthilfeorganisation nachhaltig zu etablieren. Dies ist ein wichtiger Schritt in der Neuausrichtung und Restrukturierung unseres Vereins und für die Entwicklung der Selbsthilfearbeit. Darüber hinaus lag und liegt das Augenmerk auf der Gewinnung neuer Mitglieder, insbesondere durch eine Verbesserung des Bekanntheitsgrades der DGBS. Die Basis hierfür wurde insbesondere durch die Überarbeitung unserer Mitgliederzeitschrift und deren neuer Verteilungsstruktur sowie durch die Neugestaltung unserer Website gelegt. Zudem erschien unsere neue Informationsbroschüre für Betroffene und Angehörige, die wir dank der Förderung durch das Bundesgesundheitsministerium herausgeben konnten. Die Patientenbroschüre wurde und wird so gut nachgefragt, dass die 1. Auflage von 10.000 Stück schon fast vergriffen ist.

Darüber hinaus hat sich auch im ‚professionellen’ Bereich einiges getan: Die S3-Leitlinie, deren Erstellung sehr arbeits- und kostenintensiv war, ist nun komplett verfügbar. Außerdem wurde und wird mit professionellen Mitgliedern der DGBS ein regionales Netzwerk etabliert, das als Partner für die Selbsthilfearbeit vor Ort zur Verfügung steht bzw. stehen wird.

Unter wirtschaftlichen Aspekten war auch das vergangene Jahr schwierig. Bedingt durch die anhaltende Euro- resp. Wirtschaftskrise war es nicht ganz einfach, potenzielle Förderer für die Unterstützung unserer Gesellschaft zu gewinnen. Mit dem notwendigen Glück und vor allem auf der Basis einer meist langjährigen Zusammenarbeit konnten wir dennoch wieder einige Unterstützer gewinnen. Außerdem gilt unser Dank aber auch den privaten Spendern, die entweder regelmäßig oder einmalig die DGBS unterstützten.

Als Vorstand der DGBS ist es unser Anspruch, insbesondere einerseits die sehr erfreuliche Entwicklung in der Selbsthilfe stetig weiterzuführen und gleichzeitig die erfolgreiche wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Bipolaren Störung weiter voranzubringen sowie die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbild durch eine profilierte Öffentlichkeitsarbeit informativ zu stärken. Um dies in Zukunft noch besser organisiert und strukturiert abzusichern, wurden die Referate Selbsthilfenetzwerk, geleitet von Herrn Geissler, Wissenschaft und Forschung, geleitet von Herrn Prof. Juckel, und Öffentlichkeitsarbeit, geleitet von Herrn Kolbe, gegründet.

Die Früchte unserer Arbeit der vergangenen Jahre und insbesondere des letzten Jahres möchte ich im Folgenden gern vorstellen.

1. S3-Leitlinie

Dieses Vorhaben wurde als Kooperationsprojekt der DGBS und der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) 2007 begonnen und im Mai 2012 wurde die Langversion auf der Leitlinien-Homepage (www.leitlinie-bipolar.de) veröffentlicht. Diese ist Resultat der langjährigen Arbeit der Arbeitsgruppen, der insgesamt 10 Konsensuskonferenzen und des erweiterten Reviewprozesses, in dem die konsentierte Version kommentiert wurde. In der Zeitschrift „Der Nervenarzt“, Ausgabe Mai 2012, wurden parallel wichtige Inhalte in drei separaten Artikeln vorgestellt sowie methodische Belange in zwei weiteren. Aktuell wird die Kurzversion und die englische Version der Leitlinie erarbeitet; Übersichtsartikel sind u.a. vom Deutschen Ärzteblatt angefragt. Fortbildungsveranstaltungen sowie Vorträge zum Leitlinieninhalt werden vielfach bedient.

2. Selbsthilfe

Das gegenwärtige Hauptprojekt der DGBS nennt sich „Lernort Selbsthilfe“. Dieses Projekt wird von der BKK mit über 45.000 € gefördert und erstreckt sich zunächst über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren und beinhaltet 9 Seminare, die von einer Fachfrau für Kommunikation in Selbsthilfeorganisationen geleitet werden.

Ziel des Projektes ist der Aufbau eines bundesweiten Selbsthilfenetzwerks auf Länderebene, koordiniert und unterstützt von der DGBS. Es sollen Strukturen für eine Organisation der Selbsthilfegruppen auf Landesebene geschaffen und Standards für Materialien und Öffentlichkeitsarbeit der einzelnen Gruppen gesetzt werden. Auch die Schulung und Unterstützung der Gruppenleiter sowie die Hilfestellung bei der Gründung und Erhaltung von Bipolar-Selbsthilfegruppen sind Bestandteile dieses Projekts.

Gestatten Sie deshalb an dieser Stelle einen Aufruf:

Wer es sich vorstellen kann, künftig in dieser Organisationsstruktur mitzuarbeiten und Verantwortung auf Länderebene zu übernehmen, wendet sich bitte an Herrn Dietmar Geissler, der dieses Projekt und das Referat Selbsthilfe leitet.

Das DGBS-Starterpaket für Selbsthilfegruppen, das eine Hilfestellung bei der Neugründung einer SHG bieten soll, wird gut angenommen und nachgefragt. Bis jetzt wurden 40 Pakete ausgegeben. Diese enthalten umfangreiches Material zur Information über die Erkrankung, vorgefertigte Flyer, die an die jeweilige Gruppe angepasst werden können, Pressematerialien etc. Die Pakete werden gegen eine Unkostenbeteiligung von 5 € abgegeben.

Zudem stellt die DGBS ein neues Basispaket für schon bestehende Selbsthilfegruppen zur Verfügung, das im Wesentlichen dazu beitragen soll, die Gruppe aufrechtzuerhalten und neue Impulse zu geben. Da es auch eine DVD und ein Buch beinhaltet, beträgt der Unkostenbeitrag hier 10 €. Wer sich für eines der beiden Pakete interessiert, kann sich ebenfalls an Herrn Geissler wenden.

Wie schon im vergangenen Jahr fand auch in diesem Jahr ein sehr gut besuchtes Seminar für SH-Gruppenleiter in Fulda statt. Diese Seminarreihe wurde 2011 und 2012 von der Techniker Krankenkasse mit insgesamt 7.200 € unterstützt. Die sehr gute Resonanz veranlasst uns, dieses Seminar zu einer festen jährlichen Veranstaltung werden zu lassen.

3. Trialogische Informationsveranstaltungen

Zurückblickend unterstützte und begleitete die DGBS auch wieder im vergangenen Jahr viele regionale Veranstaltungen insbesondere im Bereich der Selbsthilfe. Hier gilt der Dank besonders den Initiatoren und Unterstützern vor Ort.

Seminare für Angehörige

  • April 2011 Hamburg
  • Dezember 2011 Kempten
  • März 2012 Dresden
  • November 2012 Greifswald

Die wertvolle Tradition der Angehörigenseminare wurde auch im vergangenen Jahr fortgeführt, somit sind seit dem ersten Seminar 2006 von der DGBS 17 Seminare durchgeführt worden. In diesen speziellen Seminaren für Angehörige bipolar Erkrankter treffen sich in den 2-tägigen Veranstaltungen Partner, Eltern, Geschwister oder auch Freunde mit dem Ziel, die Erkrankung besser zu verstehen und dem Erkrankten im Alltag hilfreich beistehen zu können.

Im vergangen Jahr wurde im Dezember ein Seminar in Kempten sowie im Frühjahr diesen Jahres eines in Dresden durchgeführt. Aufmerksam möchte ich auf das Seminar machen, dass am 2. und 3. November in Greifswald stattfindet.

Die Rückmeldungen der Teilnehmer zu diesen Seminaren sind immer äußerst positiv, sodass unser Dank sowohl den Referenten vor Ort als auch den Organisatoren gilt, insbesondere Frau Wagenblast, die an der Organisation aller Veranstaltungen 2012 beteiligt war.

Aufmerksam möchte ich Sie auf ein 3-tägiges Intensivseminar für Angehörige von bipolar Betroffenen machen, das wir Anfang Mai 2013 in Kassel anbieten. Eine Vorankündigung und weitere Informationen finden Sie im letzten Newsletter bzw. auf unserer Website. Vormerkungen sind ab sofort in der Geschäftsstelle möglich.

4. Wissenschaftliche Fortbildungen

Die DGBS war auf diversen Tagungen und Kongressen im vergangenen Jahr wieder aktiv vertreten, so dass auch im wissenschaftlichen Bereich die DGBS vielerorts regional präsent war.

Als spezielle Formate, die direkt von der DGBS unterstützt resp. mit initiiert wurden, sei auf die Fortbildungsveranstaltung für Hausärzte "Bipolare Störungen: Von der frühzeitigen Diagnose zum langfristigen Therapieerfolg" verwiesen, die in Bamberg, Gross-Umstadt und in Hamburg stattfanden bzw. noch stattfinden werden.

Auch in diesem Jahr wird die DGBS auf dem größten psychiatrischen Kongress in Europa, dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) im November in Berlin aktiv vertreten sein.

Dort werden wir unter anderem wieder ein Symposium zum Thema „S3-Leitlinie Update Bipolare Störungen" und ein Symposium mit dem Titel “Pathophysiologische und therapeutische Wirkungen von Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenhormonen bei Bipolaren Störungen: Neue Forschungsergebnisse“ durchführen.

Darüber hinaus wird die DGBS mit einem eigenen Informationsstand auf dem DGPPN Kongress vertreten sein.

5. Öffentlichkeitsarbeit

Mit der Gründung eines eigenen Referates für Öffentlichkeitsarbeit wurde unserer strategischen Zielstellung, einer verbesserten öffentlichen Darstellung und vor allem Information Rechnung getragen. In einem ersten Schritt wurde unter anderem ein weit gefächerter Presseverteiler erstellt, durch den die DGBS künftig rasch auf mediale Ereignisse reagieren kann, die im Zusammenhang mit der Bipolaren Störung stehen. Damit und mit dem regelmäßigen Versand von Pressemitteilungen versuchen wir mehr Aufmerksamkeit in der Bevölkerung zu erlangen und ein breiteres Bewusstsein zu schaffen, was die besondere Problematik von bipolar Erkrankten und ihrer Angehörigen angeht. Hiervon erhoffen wir uns langfristig auch einen Anstieg der Mitgliederzahlen. Mit öffentlichen Stellungnahmen zu aktuellen gesundheitspolitischen Themen versuchen wir, hier Einfluss zu nehmen und die Situation der Betroffenen und ihrer Angehörigen zu verbessern.

Zudem haben wir einen Twitter-Account etabliert, der sich an ein eher jüngeres Publikum richtet, um auch die sogenannten „neuen“ Medien noch besser zu nutzen und insbesondere die Kommunikationskultur der jüngeren Generation noch stärker zu berücksichtigen. Über Twitter verbreiten wir aktuelle Meldungen zur Bipolaren Störung und zum Vereinsgeschehen. Von einem Facebook-Auftritt wird dagegen ausdrücklich abgesehen, da hier die Anonymität der Teilnehmer nicht genügend gewährleistet ist.

Außer diesen „neuen“ Medien haben wir auch unsere etablierten weiter profiliert. So ist z.B. das Bipolar-Forum nach wie vor ein sehr wichtiges Kommunikationsmedium, wie die folgenden Fakten zeigen.

Bipolar Forum

Mit knapp 6.800 registrierten Mitgliedern und über 500.000 Beiträgen im Archiv ist unser Bipolar-Forum noch immer die bei weitem größte Internetplattform zur Bipolaren Störung im deutschsprachigen Raum. Am informativen Teil des Forums, der Informationen über die Erkrankung und Bewältigungsstrategien, über Medikamente und nützliche Adressen, über Möglichkeiten für Angehörige etc. anbietet, wird kontinuierlich weitergearbeitet.

Nach einigen Turbulenzen im Administratorteam konnte nun ein stabiles neues Team gefunden werden. Die jetzigen Administratoren, denen wir für ihre sehr zeitintensive tägliche Arbeit ganz herzlich danken, betreuen das Forum mit ruhiger Hand und Fingerspitzengefühl. In Absprache mit dem Vorstand wurde die Einhaltung der Teilnahmeregeln im Forum etwas mehr forciert, so dass nun bei Streitigkeiten und Regelverstößen früher und nachhaltiger eingegriffen wird. Dies und das gute Augenmaß der Admins sind wahrscheinlich die Gründe, weshalb das Forum in der letzten Zeit in ruhigeren Bahnen verläuft und sachliche, konstruktive Diskussionen auch zu schwierigen Themen möglich sind, ohne dass es zu verbalen Ausfälligkeiten kommt.

InBalance

Seit vergangenem Jahr trägt unsere Mitgliederzeitschrift InBalance ein neues Layout und wird über den Psychiatrie Verlag als Beilage in Zeitschriften verbreitet, die insbesondere vom sozialpsychiatrischen Bereich rezipiert werden. Aus Kosten- und Kapazitätsgründen hatte sich der Vorstand entschieden, dass pro Jahr nur noch zwei Auflagen erscheinen, eine in der ersten Jahreshälfte und die zweite in der Regel nach der Jahrestagung. Dies hat sich m.E. bewährt, so dass der Vorstand an diesem Prozedere festhalten wird.

Als neuer Redaktionsleiter verantwortet Herr Prof. Martin Schäfer aus Essen die InBalance; an dieser Stelle unser Dank für die aufwendige organisatorisch-redaktionelle Arbeit und die gelungenen resp. sehr interessanten ersten Ausgaben.

Website

Nun möchte ich Sie auf unsere neuen resp. überarbeiteten medialen Angebote hinweisen, die insbesondere den Bereich der Selbsthilfe unterstützen.

Als überarbeitetes mediales Angebot ist die neugestaltete und –strukturierte Website der DGBS zu nennen, die im vergangenen Jahr an den Start ging. Neu in diesem Jahr sind z.B. der Bereich „DGBS kreativ“, in dem kreativ tätige bipolar Erkrankte ihre Werke vorstellen können, der Bereich Stellungnahmen, in dem vor allem unsere politische Arbeit dokumentiert wird und die Mediathek, in der Sie immer die aktuellen Fernseh- und Rundfunkbeiträge, Presseartikel und Links zum Thema Bipolare Störung finden können.

Newsletter

Das Angebot des Newsletters wird ebenfalls sehr gut angenommen, die Anzahl der Empfänger wächst kontinuierlich. Derzeit sind etwa 4.500 Empfänger registriert. Diese Informationsplattform wollen wir auch in Zukunft auf einem gleichbleibend hohen inhaltlichen Qualitäts- und Informationsniveau weiterführen. Deshalb auch meine Bitte an Sie: Wenn Sie etwas zum Newsletter beisteuern möchten, seien es Artikel, Erfahrungsberichte oder literarische Beiträge – Ihre Mitwirkung ist willkommen.

Beratungstelefon

Weiterhin steht Interessierten unser Beratungstelefon zur Verfügung, das ehrenamtlich dienstags- und donnerstagnachmittags von Betroffenen und Angehörigen betreut wird und weiterhin sehr gut frequentiert wird; ein hilfreiches Angebot für Ratsuchende in Sachen Bipolare Störung. An dieser Stelle mein herzlicher Dank an die „Ratgeber“.

6. Ausrichtung und Entwicklung der DGBS

Nachfolgend ein kurzer Abriss zu den Aktivitäten und Zahlen.

Wie die einzelnen Aktivitäten, Erfolge und Neustrukturierungen zeigen, ist es auch dem neuen Vorstand ein besonderes Anliegen, den Leitgedanken – den Trialog von Betroffenen, Angehörigen und Professionellen – der DGBS weiter zu fördern. So gelang es uns durch eine kontinuierliche und intensive Arbeit in den unterschiedlichen Bereichen und Gremien, die DGBS als bundesweit anerkannten Verein und als bundesweites Selbsthilfegremium für Bipolare Störungen weiter zu etablieren. Neben der Zertifizierung durch das Projekt „Phineo“ und der damit verbunden Anerkennung als förderungswürdige Organisation bzw. der Kooperation mit anderen Fachgesellschaften wie der DGPPN, ist die DGBS mittlerweile auch in etlichen Gremien vertreten: Neben dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit und der BAG Selbsthilfe auch als Patientenorganisation im Gemeinsamen Bundesausschuss, einem der höchsten Beschlussgremien des Gesundheitswesen. Um diese Aufgaben zielgerichtet meistern zu können, wurden wie oben genannt einzelne Referate gegründet, die kostenneutral von Mitgliedern des Vorstandes bzw. der Geschäftsstelle ehrenamtlich geleitet und betreut werden.

Mithilfe dieser Aktivitäten erhoffen wir uns für die Zukunft eine weitere Förderung unseres Vereins einerseits durch staatliche Gremien, anderseits auch verstärkt durch Institutionen der Zivilgesellschaft resp. der Industrie, wie auch durch private Spender. Denn es ist abzusehen, dass sich die Förderung durch die pharmazeutische Industrie weiter reduzieren wird.

Für diese Jahrestagung gelang es uns jedoch erfreulicherweise, entsprechende Unterstützung zu finden. Außerdem haben wir entsprechend unserer gelebten trialogischen Vereinskultur auch die diesjährige Jahrestagung sowohl organisatorisch als auch inhaltlich gemeinsam mit Betroffenen, Angehörigen und Professionellen gleichermaßen gestaltet. Insofern konnte wieder ein sehr interessantes und anspruchsvolles Tagungsprogramm zusammengestellt werden, das die jeweiligen Blickwinkel und Interessen unserer trialogischen Mitgliederstruktur widerspiegelt.

Herzlichen Dank allen Beteiligten.

7. Ausblick

Gestatten Sie mir abschließend ein paar Ausführungen zu den wesentlichen Vorhaben für das kommende Jahr:

In den vorausgegangenen Ausführungen haben Sie vielleicht Informationen zu den konventionellen Informationsmedien vermisst?! Die von uns im vergangen Jahr schon avisierte Hausarztbroschüre wird ebenso wie die Fundraisingbroschüre gerade fertiggestellt und wird in den kommenden Wochen vorliegen. Die Erstellung dieser Broschüren wird durch BMS/Otsuka sowie durch den Erlös der INBALANCE Stiftung von Frau Weisgerber unterstützt.

Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit steht für das kommende Jahr einerseits die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere auch um die Mitgliederzahl weiter zu erhöhen und den Verein unabhängiger von Zuwendungen zu machen. Anderseits steht entsprechend unserer Vereinsziele nach wie vor die Stärkung der Selbsthilfe im Vordergrund. Hierzu wird weiterhin die Regionalisierung ein wichtiges Thema bleiben, um vor Ort die Selbsthilfearbeit noch besser unterstützen zu können. Der Anfang wurde mit den Selbsthilfestarterpaketen gemacht; darüber hinaus werden ferner wieder Schulungen angeboten werden, damit die Kultur der Selbsthilfe in die Regionen getragen und dort noch nachhaltiger etabliert werden kann.

In diesem Zusammenhang einen Appell an die Angehörigen:

Die Arbeit der Angehörigenvertreter in der DGBS bedarf unbedingt mehr Unterstützung. Im Namen der Angehörigenvertreter möchten wir Sie an dieser Stelle dafür werben, eine Mitarbeit z.B. durch die Gründung einer SH-Gruppe in der eigenen Region zu überdenken. Denn obwohl der Bedarf der Angehörigen an einem Austausch und an Information sehr groß ist, wie die Seminare immer wieder zeigen, gibt es mehr als doppelt so viele Gruppen für Betroffene als für Angehörige. Die Angehörigenvertreter der DGBS bieten Ihnen jegliche Unterstützung an, nehmen Sie bitte einfach unverbindlich Kontakt mit ihnen auf.

Um die komplexen Aufgaben der DGBS von der Selbsthilfe bis hin zu Wissenschaft und Forschung weiter voranzubringen bedarf es einer strategischen Ausrichtung und tragfähiger Strukturen. Im vergangenen Jahr wurden mit der Gründung der drei Referate Selbsthilfe, Wissenschaft und Forschung sowie Öffentlichkeitsarbeit bereits die Schwerpunkte der zukünftigen Vereinsarbeit vordefiniert. Aufbauend auf dieser Grundstruktur wird sich der Vorstand im November treffen, um explizit die strategische und strukturelle Ausrichtung der DGBS zu besprechen. Außerdem steht im professionellen Bereich die Frage der nationalen und internationalen Vernetzung im Raum, beispielsweise durch die Einbindung in das Regionalisierungskonzept bzw. die Mitgliedschaft in der ISBD, um auch die Interessen der Profis weiterhin zu berücksichtigen.

Wie bereits mehrfach angesprochen werden die Finanzen in 2013 eine große Rolle spielen, denn dem sicher zu erwartenden Rückgang in den Sponsoreneinwerbungen (Jahrestagung) müssen tragfähige Konzepte entgegengesetzt werden. Wir werden uns bemühen, auch 2013 wieder eine anspruchsvolle Jahrestagung zu organisieren. Der Termin steht bereits fest:

Die nächste, 13. Jahrestagung wird vom 26. bis 28. September erstmals in Mecklenburg-Vorpommern unter der Wissenschaftlichen Leitung von Prof. Juckel, Prof. Thome und Herrn PD Langosch an der Universität in Greifswald in Kooperation mit der Universität Rostock stattfinden.

September 2012

Prof. Dr. Georg Juckel
1. Vorsitzender der DGBS

Dr. Bjørn Gericke
Geschäftsführer der DGBS

DGBS Einnahmen 2011

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DGBS Ausgaben 2011

(Mit einem Klick auf die Grafik wird diese vergrößert dargestellt)

 

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