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Transparenz 2012

Bericht des Vorstands 2012 (Auszüge)

anlässlich der Mitgliederversammlung am 27. September 2013 in Greifswald


Der Bericht umfasst die Bereiche:

  1. Berichte aus den DGBS-Referaten
  2. Angehörigenarbeit
  3. Bipolar-Forum
  4. Psychoedukations-Website
  5. DGBS Beratungstelefon
  6. Politische Arbeit der DGBS
  7. DGBS Publikationen
  8. Personalien
  9. Ausblick
10. Danksagung

Gestatten Sie mir zunächst einen Rückblick auf die letzten beiden Jahre in der bisherigen Besetzung des Vorstands, der in der heutigen Mitgliederversammlung neu gewählt wird. Der Vorstand arbeitete ausgesprochen konstruktiv und harmonisch zusammen, sei es, was das Vorantreiben des DGBS-Gütesiegels, die Öffentlichkeitsarbeit oder die Belange der Angehörigen bzw. Betroffenen angeht. Vieles wurde bewegt und manches angestoßen. Die Einrichtung der DGBS-Referate trug dazu bei, unsere Arbeit zu fokussieren und zu bündeln, die Berichte aus den einzelnen Referaten folgen gleich anschließend. Unsere trialogisch erstellte Patientenbroschüre wurde so gut nachgefragt, dass die zweite Auflage veranlasst wurde, auch unsere Broschüre für Hausärzte erfreut sich großer Beliebtheit. Die Angehörigenarbeit kann ein sehr erfolgreiches Intensiv-Seminar vorweisen und mit der Einrichtung einer spezialisierten Website bieten wir seit Ende 2012 ein internetbasiertes Psychoedukationsangebot an, das auf sehr gute Resonanz stößt. Auch die internationale Vernetzung der DGBS wird weiter verfolgt, Näheres dazu später. Unser Großprojekt der letzten Jahre, die Leitlinie zur Diagnostik und Therapie Bipolarer Störungen, geht in die nächste Phase: die Veröffentlichung in Buchform ist nun im Handel erhältlich. Eine Kurzversion sowie eine leicht verständliche Ausgabe für Betroffene und Angehörige sind in Arbeit.

Wie im letzten Jahr möchte ich meinen herzlichen Dank an all diejenigen ausdrücken, die sich in ehrenamtlicher Arbeit für die DGBS eingesetzt haben – ohne sie wäre die Verfolgung unserer Ziele nicht möglich. Ganz speziell möchte ich hier auch die Mitarbeiter in den Geschäftsstellen Hamburg und Kempten erwähnen, die im zurückliegenden Jahr wieder viele unbezahlte Überstunden geleistet haben.

Die stetige Arbeit schlägt sich auch in den steigenden Mitgliederzahlen nieder. Derzeit, zum Stand vom 17. September 2013, hat die DGBS 2.059 Mitglieder (2012: 1.918), davon sind 1.018 (924) Betroffene, 374 (347) Angehörige, 387 (383) Professionelle, 17 (14) Interessierte und 263 (250) ohne Angaben sowie 3 Ehrenmitglieder.

Der Zuwachs betrug seit dem letzten Stichtag insgesamt 139 Mitglieder, davon sind 4 Professionelle, 92 Betroffene, 27 Angehörige, 3 Interessierte und 13 ohne Angabe dem Verein bis zum 17. 9. 2013 beigetreten. Dagegen stehen die 36 Mitglieder, die zum 31. 12. 2012 die Mitgliedschaft gekündigt haben oder deren Mitgliedschaft durch Streichung aus dem Mitgliederverzeichnis gemäß § 6 unserer Satzung beendet wurde. Unterm Strich bleiben dann noch 2.023 Mitglieder. Wir haben in diesem Jahr also die Schallmauer der Zahl 2.000 durchbrochen und wir hoffen, dass sich diese erfreuliche Entwicklung fortsetzt.

1. Berichte aus den Referaten

Referat Forschung und internationale Beziehungen:
Im Kontext internationaler Kooperationen tat sich im vergangenen Jahr einiges. Vor wenigen Monaten wurden die Verhandlungen mit der globalen Fachgesellschaft für Bipolare Störungen, der International Society for Bipolar Disorders (ISBD) über eine sogenannte institutionelle Mitgliedschaft der DGBS erfolgreich abgeschlossen. Diese Mitgliedschaft bedeutet für die DGBS den internationalen Anschluss und die Möglichkeit, die bereits bestehenden Kontakte in der internationalen Gemeinschaft weiter zu vertiefen.

Zu Jahresbeginn wurde von Prof. Bauer eine neue internationale wissenschaftliche Zeitschrift für Bipolare Störungen etabliert, die Zeitschrift trägt den Namen „International Journal of Bipolar Disorders“. Nach dem sog. Open Access Modell im Internet in englischer Sprache publiziert, werden wissenschaftliche Arbeiten zu allen Bereichen Bipolarer Störungen in einem sogenannten Peer-Review-Verfahren für den Leser kostenlos veröffentlicht. Diese Zeitschrift ist nun im wissenschaftlichen Bereich das offizielle Mitteilungsorgan der DGBS. Zusätzlich haben wir ja neben Newsletter und InBalance die deutschsprachige Zeitschrift „Nervenheilkunde“ als Mitteilungsblatt der DGBS bereits gewinnen können.

Neue internationale Kontakte wurden auch zur „International Bipolar Foundation“ geknüpft (IBPF). Diese neue in den USA entstandene Stiftung fördert ähnlich wie die DGBS Projekte zur Unterstützung von Angehörigen bipolar Erkrankter und Betroffenen. Die Gründungspräsidentin dieser Stiftung, Frau Muffy Walker, erhielt eine Einladung zur DGBS Jahrestagung 2014, die sie vermutlich auch annehmen wird.

Das langjährige Großprojekt der DGBS, die S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie Bipolarer Störungen, ein Gemeinschaftsprojekt mit der DGPPN, trat in diesem Jahr in die nächste Phase ein. Nachdem die Leitlinie 2012 als Onlineversion zur Verfügung stand, wurde sie nun als Buch (auf 474 Seiten) vor wenigen Wochen veröffentlicht und ist im Buchhandel erhältlich. Aktuell kümmert sich die Leitlinienprojektgruppe in Dresden um die Ausarbeitung der S3-Leitlinie als Kurzversion sowie als leicht verständliche Angehörigen- und Patientenausgabe.

Referat Versorgung:
Seit längerer Zeit arbeitet die DGBS an einem Bipolar-Qualitätssiegel, das zunächst an Kliniken und später auch an Praxen und andere Einrichtungen vergeben werden soll, die sich in vorbildlicher Weise um die Versorgung von Patienten mit Bipolaren Störungen bemühen. Der Flyer mit den Kriterien zur Verleihung des DGBS-Siegels liegt seit diesem Monat vor. In einem ersten Schritt wurde der Flyer an die sogenannten „Leuchtturmkliniken“ gesendet, die sich bereits in der Vergangenheit durch ein großes Engagement im Bereich der Versorgung von bipolaren Patienten hervorgetan haben und zugleich im Rahmen des Regionalisierungskonzeptes mit der DGBS kooperieren. Die Kliniken wurden gebeten, ihre Aktivitäten bezüglich des vereinbarten Kriterienkataloges darzulegen und das weitere Procedere zur Erlangung des Gütesiegels abzustimmen. Danach wird die Siegelverleihung in die Breite an die interessierten Kliniken erfolgen. Als Ansprechpersonen für Fragen zum Gütesiegel stehen Prof. Dr. Assion und Frau Dr. Skiba, LWL-Klinik Dortmund, zur Verfügung.

Erfreulicherweise hat sich Herr Dr. Bergmann (Vorsitzender des Berufsverbands Deutscher Nervenärzte, BVDN) bereit erklärt, die Arbeit des Referats zu unterstützen und hat bereits einen Beitrag an die Zeitschrift „Neurotransmitter“ weitergeleitet. Auch Frau Dr. Roth-Sackenheim (Vorsitzende des Berufsverbands Deutscher Psychiater, BVDP) ist seitens des Referats angesprochen worden.

Referat Selbsthilfenetzwerk:
Das Projekt „Lernort Selbsthilfe“, in dem ein Konzept erarbeitet wurde, mit dem Leiter von Bipolar-Selbsthilfegruppen geschult werden können, steht kurz vor dem Abschluss. Ein Probeseminar fand im Juli in Freiburg statt, die teilnehmenden Selbsthilfegruppenleiter äußerten sich danach sehr positiv. An dieser Stelle möchte ich denjenigen, die an diesem Projekt über fast zwei Jahre trotz mancher Schwierigkeiten verlässlich beteiligt waren, herzlich danken.

Die DGBS fördert weiterhin die Neugründung und Weiterführung von Bipolar-Selbsthilfegruppen mit einer Vielfalt an Materialien. Momentan sind 124 Selbsthilfegruppen auf unserer Website gelistet, das sind zwar weniger als im Bericht des Vorstands 2012 angegeben wurde, aber versehentlich wurden im Vorjahr einige Gruppen doppelt gezählt. Insgesamt ist also trotz der jetzt niedriger erscheinenden Zahl eine Steigerung festzustellen.

Am Aufbau eines Selbsthilfenetzwerks auf Landesebene wird weiter gearbeitet, es mangelt hier vor allem an Freiwilligen, die sich auf regionaler Ebene ehrenamtlich engagieren möchten. Wer sich für das Amt eines Landesvertreters bewerben möchte, der die Selbsthilfeaktivitäten auf Landesebene unterstützt und vertritt, wende sich bitte an die Geschäftsstelle, die dann Ansprechpartner vermittelt.

Referat Öffentlichkeitsarbeit:
Das Jahr 2013 bot einige Anlässe für Pressemitteilungen der DGBS. Die Resonanz der Medien ging leider gegen Null. Man wartet hier offensichtlich nicht auf unser Thema, es sei denn, es ist eine prominente Persönlichkeit involviert (etwa Catherine Zeta-Jones). Es zeigt sich immer wieder, dass die Redakteure vor allem an persönlichen Erfahrungsberichten interessiert sind, Informationen zur Erkrankung an sich stoßen auf wenig mediale Resonanz. Das Referat wird sich jedoch weiter bemühen, die besondere Problematik der bipolar Erkrankten und ihrer Angehörigen in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.
Unser Newsletter erfreut sich zunehmender Beliebtheit, inzwischen wird er an mehr als 5.200 Abonnenten verschickt. Hier ist auch Ihre Beteiligung gefragt: wir freuen uns über eingesandte Artikel aus Betroffenen-, Angehörigen- oder professioneller Sicht. Das Gleiche gilt für unsere Mitgliederzeitschrift InBalance.

Die DGBS-Website wird weiterhin gepflegt und auf dem Laufenden gehalten; hier erfahren Sie Aktuelles über Veranstaltungen und sonstige Neuigkeiten zum Thema, außerdem bekommen Sie auf unserer Seite die umfassendsten Informationen zur Erkrankung im deutschen Sprachraum. Neu hinzugekommen sind die Seiten speziell für Betroffene und Angehörige, auf denen die häufigsten immer wieder neu gestellten Fragen beantwortet werden.

Seit der letzten Mitgliederversammlung sind wir auch auf Twitter und Facebook präsent. Bei Twitter haben wir immerhin schon die stolze Zahl von 54 „Followern“ und auf unserer Facebook-Seite 150 „Likes“. Wir werden unsere Aktivitäten auf diesen beiden beliebten Internetplattformen weiter ausbauen, weil wir denken, hiermit ein anderes und jüngeres Publikum ansprechen zu können.

2. Angehörigenarbeit

Bei den Angehörigen bipolar Erkrankter bewegt sich einiges: im Rahmen dieser DGBS-Jahrestagung wurde gestern der Arbeitskreis Angehörige gegründet, mit dem die Angehörigenarbeit in Zukunft stärker gebündelt und auf mehr Schultern verteilt werden soll. Falls Sie sich hier beteiligen wollen, wenden Sie sich bitte an Frau Stefanie Hubert oder Frau Wagenblast.

Highlight der DGBS-Angehörigenarbeit war das diesjährige Intensivseminar für Angehörige im Mai. Aufgrund der vielen Erfahrungen aus bis jetzt 16 Basisseminaren mit insgesamt ca. 400 Teilnehmern, die die DGBS seit 2006 deutschlandweit angeboten hat, wurden die Themen dieses dreitägigen Seminars zusammengestellt.

Es ging hauptsächlich um die emotionale Belastung der Angehörigen und um konkrete Tipps für Krisenzeiten. Kompetenter Referent über die rechtliche Situation von Patienten und Angehörigen war Herr Dr. Klooß von der Vitos-Klinik Bad Emstal. Die DGBS-Angehörigenvertreterin Barbara Wagenblast stellte die verschiedenen Vorsorgemöglichkeiten zur Vermeidung schwerer Krisen und eventueller Zwangsmaßnahmen vor.

Die fachliche Leitung hatte Frau Gyöngyvér Sielaff vom UKE Hamburg, die jahrelange Erfahrung in der Begleitung von Angehörigen psychisch Kranker hat und auch in der EX-IN-Ausbildung tätig ist. Ein Novum war, dass der Trialog praktiziert wurde, indem als Workshopleiter mehrere erfahrene bipolar Betroffene engagiert wurden. Diese ständige Möglichkeit des Perspektivwechsels wurde von allen Teilnehmern äußerst positiv bewertet. Dank der Projektförderung durch die Bundes-AOK konnte dieses Seminar zu geringen Gebühren in einem wunderschönen Tagungszentrum nahe Kassel durchgeführt werden. Fast alle der 50 TeilnehmerInnen und 10 ModeratorInnen haben sehr ausführlich die Fragen der Feedbackfragebögen beantwortet und ihren Wunsch nach Wiederholung ausgedrückt. Besonders erfreulich ist auch, dass sich einige der Teilnehmer nach Abschluss des Seminars zur Gründung einer Selbsthilfegruppe für Angehörige entschlossen haben.

2012 wurden außerdem zwei der bewährten Basisseminare für Angehörige angeboten, im März in Dresden und im November hier in Greifswald. Auch 2014 soll diese gut nachgefragte Veranstaltungsreihe weitergeführt werden. Die vielfältigen Aufrufe von Fr. Wagenblast müssen noch einmal verstärkt werden: Liebe Angehörige, werden Sie bitte aktiv in den Gremien der DGBS!

3. Forum

Das Internet-Forum der DGBS hat mittlerweile ca. 7.800 registrierte Mitglieder und das Archiv ist auf über 530.000 Beiträge angewachsen. Unser Bipolar-Forum blickt auf ein erfreulich entspanntes Jahr zurück. Es wird zwar weiterhin lebhaft diskutiert, doch die heftigen verbalen Ausfälle, wie sie in früheren Jahren immer wieder vorkamen, blieben in der letzten Zeit aus. Dies liegt nicht zuletzt an der umsichtigen und feinfühligen Arbeit der Moderatoren Thorsten Sprindt und Marco Hain, denen ich an dieser Stelle für ihre tägliche und manchmal schwierige Aufgabe herzlich danken möchte. Zu dem schon traditionellen Forumstreffen im Rahmen der Jahrestagung, diesmal morgen Samstag ab 14 Uhr im Theatercafé, sind alle Forumsteilnehmer und Interessierte herzlich eingeladen.

4. Psychoedukations-Website

Ende 2012 ging unser neues, zusätzliches Internetangebot online: eine Website, die psychoedukative Inhalte bereitstellt. Hier werden die wichtigsten Informationen zur Erkrankung und Bewältigungsstrategien in kompakter Form vermittelt. Wir sind uns bewusst, dass so ein Internetangebot keinen Psychoedukationskurs ersetzen kann, aber da Psychoedukation leider noch immer viel zu selten und nur in Städten angeboten wird, obwohl die positiven Effekte nachweisbar sind, kann diese Internetseite wenigstens die wichtigsten Bedürfnisse bedienen. Die Erstellung dieser Website wurde vom Bundesministerium für Gesundheit unterstützt und gefördert.

5. DGBS Beratungstelefon

Das von vier erfahrenen Betroffenen und Angehörigen ehrenamtlich geleistete Angebot eines Beratungstelefons wird immer häufiger genutzt. Viele Anrufer erfahren auf diese Art zum ersten Mal von der DGBS und ihren vielen Hilfsangeboten. Etwa 80 bis 90% der Anrufer sind Angehörige. Falls Sie sich beim Service des Beratungstelefons beteiligen möchten, wenden Sie sich bitte an Frau Wagenblast. Ein Seminar zur Schulung der Telefonberater ist in Vorbereitung. Ich möchte diese Gelegenheit wahrnehmen, um den hier unermüdlich Tätigen zu danken.

6. Politische Arbeit der DGBS

Im vergangenen Jahr gab es einige Anlässe für die DGBS, gesundheitspolitisch aktiv zu werden. Das sehr umstrittene neue Entgeltsystem, mit dem durch das Bundesgesundheitsministerium eine Art Fallpauschale für die Behandlung psychiatrischer Erkrankungen eingeführt wurde, stieß bei sämtlichen psychiatrischen Vereinigungen auf großen Widerstand. Zusammen mit der DGPPN und anderen namhaften Gesellschaften beteiligte sich die DGBS an verschiedenen Protestaktionen und schrieb einen offenen Brief an die zuständigen Ministerien. Wir werden an diesem Thema dranbleiben, da wir meinen, dass die jetzige Regelung der Kostenerstattung, die per Erlass des Bundesgesundheitsministeriums eingeführt wurde, sich besonders für Langzeitpatienten nachteilig auswirken wird.

Auch an Herrn Julian Mendéz, den Special Rapporteur des UN-Komitees zur Verhinderung von Folter, wurde ein offener Brief geschickt, verfasst von den Betroffenenvertretern der DGBS. Er hatte sich gegen den Einsatz jeglicher Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie ausgesprochen. Die DGBS-Betroffenenvertreter wiesen ihn darauf hin, dass es durchaus Situationen gibt, in denen leider kein anderes Mittel greift, um die Betroffenen vor selbstschädigendem Verhalten zu schützen, dies sollte allerdings nur unter strengen Auflagen und im äußersten Notfall geschehen. Zudem arbeitet Hr. Kolbe jetzt enger zusammen mit Prof. C. Pross, dem deutschen Vertreter in dem Genfer UN-Komitee.

Durch Dietmar Geissler und Martin Kolbe ist die DGBS nun auch im Gemeinsamen Bundesausschuss vertreten, einem wichtigen politischen Gremium im Bereich Gesundheitspolitik, das dem Parlament empfiehlt, welche Therapieformen künftig kassenpflichtig sein sollen. Herr Geissler vertritt die DGBS außerdem in verschiedenen anderen Gremien, z.B. bei der BAG Selbsthilfe, im Aktionsbündnis Seelische Gesundheit und zusammen mit Prof. Juckel bei der DGPPN Task Force Entgelt.

7. DGBS-Publikationen

Die im letzten Jahr herausgegebene Patientenbroschüre der DGBS wurde so häufig nachgefragt, dass bereits die zweite Auflage ausgegeben wird. 2013 erschien eine Broschüre für Hausärzte, die in vielen Fällen die erste Anlaufstelle für bipolar Betroffene sind. Auch eine Fundraisingbroschüre wurde erstellt, mit der wir versuchen, finanzielle Unterstützer zu erreichen.

Der Vorstand betrachtet unsere Mitgliederzeitschrift InBalance weiterhin als sehr wichtiges Mitteilungsinstrument und hält trotz der hohen Kosten, die damit verbunden sind, an zwei Ausgaben pro Jahr fest. Die Redaktion um den aktuellen Chefredakteur Prof. Martin Schäfer (Dr. Schöttes, Dr. Aubel, Dietmar Geissler, Erwin Lenk, Dr. Hans-Peter Maier, Julia Stolpp und Frau Prof. Krüger) hat mit sehr viel persönlichem Einsatz zur letzten Jahrestagung ein Heft zum Thema „Entschleunigung in einer beschleunigten Welt“ herausgebracht und dann in der ersten Ausgabe 2013 das Thema „Hilfen für Bipolare Patienten neben der Schulmedizin“ behandelt. Auch die jetzige Jahrestagung wird im nächsten Heft die Grundlage für die Beiträge darstellen. Es ist zudem Tradition geworden, den Mitgliedern in der offenen Redaktionssitzung bei der Jahrestagung die Möglichkeit zu bieten, direkt und aktiv an Themen und Inhalten mitzuarbeiten. Diese Sitzung fand heute Mittag statt.

8. DGBS Personalien

Herr Bauer, Herr Brieger, Herr Lenk und Frau Stolpp, die bei dieser Tagung leider nicht anwesend sein kann, werden heute aus dem Vorstand der DGBS ausscheiden. Ihre Nachfolger werden im Rahmen dieser Mitgliederversammlung von Ihnen gewählt. Den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern möchte ich für ihr teilweise langjähriges Engagement für die DGBS sehr herzlich danken.

Auch Frau Regina Schoenfeld von unserer Hamburger Geschäftsstelle, die sich um die vielen täglich anfallenden organisatorischen Dinge kümmert, sei ganz herzlich gedankt. Ohne sie und die zuverlässige Arbeit von Frau Daniela Reznicsek aus Dresden wäre die Organisation dieser wie auch der zurückliegenden Tagungen nicht möglich gewesen. Ihnen gebührt unser ganz besonderer Dank.

Aus gesundheitlichen Gründen musste Herr Dr. Bjørn Gericke sein Amt als unser Geschäftsführer zum 31. 12. 2012 niederlegen. Wir danken ihm herzlich für die geleistete Arbeit. Am 1. 1. 2013 übernahm Herr Dietmar Geissler die kommissarische Geschäftsführung neben seinen vielen anderen Aufgaben in der DGBS. Leider konnte auch er erkrankungsbedingt nicht zur Tagung kommen, wir wünschen ihm von hier aus alles Gute und gute Besserung. Auch ihm danken wir herzlich für seinen Einsatz.

Der Vorstand der DGBS hat beschlossen, die Stelle eines Hauptgeschäftsführers auf den 1. 1. 2014 auszuschreiben. Wir sind zuversichtlich, aus der Vielzahl der eingegangenen Bewerbungen die Persönlichkeit auszuwählen, die die DGBS in den vor uns liegenden Jahren tatkräftig unterstützen und nach außen gut vertreten wird.

9. Ausblick

Auch in den kommenden 12 Monaten werden wir uns wieder mit aller Kraft bemühen, die bipolar Betroffenen und ihre Angehörigen zu unterstützen, ihre Interessen zu vertreten und für Aufklärung über Bipolare Störungen zu sorgen. Wir wollen für den Vorstand einen Coachingprozess durchführen, um dessen Arbeit noch weiter zu optimieren und auch auf der langfristigen strategischen Ebene die „großen“ Zukunftsfragen der DGBS (Finanzierung; Trialogische Fachgesellschaft vs. Selbsthilfeorganisation) noch besser angehen zu können.

Ein besonderes Highlight wird wieder unsere Jahrestagung sein, die im Jahr 2014 in Würzburg geplant ist, und zwar vom 18. bis 20. September. Die DGBS und die örtlichen Veranstalter unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Reif und Prof. Dr. Jürgen Deckert vom Universitätsklinikum Würzburg laden Sie jetzt schon herzlich dazu ein!

10. Danksagung

Wir haben uns überlegt, mit welcher kleinen Aufmerksamkeit wir uns bei den vielen ehrenamtlich Tätigen bedanken können. Blumen sind zwar nett, aber man weiß nicht recht, wohin damit bei einer Tagung, eine Pralinenschachtel ist ein wenig einfallslos. Zum Glück gibt es den legendären und ausgezeichneten Schoenfeld-Honig, mit dem wir Ihre manchmal schwierige und aufwendige Arbeit wenigstens ein bisschen versüßen können (anschließend werden die Präsente an 26 im Verein ehrenamtlich Tätige überreicht).

September 2013

Prof. Dr. Georg Juckel
1. Vorsitzender der DGBS

Dietmar Geissler
Kommissarischer Geschäftsführer der DGBS

DGBS Einnahmen 2012

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DGBS Ausgaben 2012

(Mit einem Klick auf die Grafik wird diese vergrößert dargestellt)

 

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