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Neuer Grossforschungsverbund über Bipolare Störungen vom Bund gefördert

Erfreuliche Nachrichten vom Bund: Mit einer Summe von insgesamt 35 Millionen Euro und einer Laufzeit von über vier Jahren fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erstmalig im Rahmen des Gesundheitsforschungsprogramms Forschungsvorhaben zu psychischen Erkrankungen, u.a. die der Bipolaren Störung. Damit wird das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik auch ein größeres Forschungsnetzwerk über Bipolare Störungen vom Bund finanziell unterstützt. Der Start der Förderung ist für Herbst 2014 geplant.

Der Auswahlprozess zu dem „Forschungsnetz zu psychischen Erkrankungen“ erfolgte in einem zweistufigen Verfahren durch ein internationales Gutachtergremium. Aus insgesamt 46 Antragsskizzen wurden neun Verbünde zur Förderung empfohlen. Auf welche Standorte sich diese Verbünde und ihre jeweiligen Partner verteilen, findet sich in dieser Landkarte. Einer dieser Verbünde bezieht sich auf Bipolare Störungen mit dem Forschungsprojekt „BipoLife: Improving Recognition and Care in Critical Areas of Bipolar Disorders" (was auf deutsch soviel bedeutet wie  „BIPOLIFE: Verbesserung der Erkennung und Versorgung von besonders problematischen Bereichen Bipolarer Störungen“) unter der Koordination von Prof. Dr. Dr. Michael Bauer, Technische Universität Dresden.

„BipoLife“ wird sich besonders auf eine Verbesserung der Diagnosestellung und Erkennen von Frühwarnzeichen von Rückfällen bei Bipolaren Störungen konzentrieren.  Hierbei stehen drei Gruppen von Personen im Vordergrund: Gesunde Menschen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko, Patientinnen und Patienten in einem Frühstadium der Erkrankung sowie Personen mit instabilem, depressivem Krankheitsverlauf, bei denen eine erhöhte Suizidgefahr besteht. Gemeinsam mit acht universitären Zentren und weiteren Partnern, darunter die DGBS, will der Verbund „BipoLife“ insbesondere die Früherkennung und Risikomerkmale Bipolarer Störungen entscheidend verbessern.

Für junge betroffene Personen werden im Rahmen des Netzwerkes aber auch neue psychotherapeutische Behandlungen entwickelt. Untersuchungen mit modernen Methoden der genetischen Forschung und der Bildgebung des Gehirns mittels Magnetresonanztomographie sind ebenfalls wichtige Bestandteile der Forschungsprojekte. 
 
Zu den acht Verbundpartnern gehören folgende Universitätskliniken (in Klammer die Verantwortlichen der Standorte):

  • Dresden (Michael Bauer, Emanuel Severus, Andrea Pfennig, Ute Lewitzka),
  • Berlin (Felix Bermpohl, Thomas Stamm),
  • Bochum (Georg Juckel),
  • Göttingen (Thomas Schulze, Oliver Gruber),
  • Marburg (Udo Dannlowski, Tilo Kircher),
  • Tübingen (Martin Hautzinger, Andreas Fallgatter),
  • Hamburg-Eppendorf (Martin Lambert, Christoph Mulert) und
  • Würzburg (Andreas Reif).

Weitere Details zu den Projekten und Kooperationspartnern von BipoLife finden Sie unter diesem Link. Der Verbund wird auf der diesjährigen DGBS Jahrestagung im September in Würzburg vorgestellt und nimmt am 1. November 2014 seine Arbeit auf.