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Workshop für Paare bei der Jahrestagung in Greifswald

Großes Interesse fand unser Workshop für Paare, von denen ein Partner bipolar betroffen ist; diese Veranstaltung war am schnellsten ausgebucht, was uns zeigt, wie groß hier der Bedarf ist. Vier Stunden lang wechselten Fachvorträge und Austausch zwischen den Teilnehmern ab. Als Profis sprachen zwei Psychotherapeuten über Möglichkeiten der Paartherapie, dann berichtete eine Angehörige, wie sie in ihrer Verwandtschaft einen jahrelangen Horrortrip miterlebte, bei dem vor allem die Kinder unter den Manien ihrer Mutter schrecklich leiden mussten. Es wurde deutlich, dass außer den finanziell profitierenden Rechtsanwälten dabei alle nur Verlierer waren.

Als positives Gegenbeispiel berichtete Sebastian Schlösser, der Autor des wunderbaren Buches „Lieber Matz, dein Papa hat ne Meise“, mit seiner Frau Ann-Kathrin Guballa in beeindruckender Interviewform, wie sie als Paar die damalige schwere Krankheitsphase erlebt haben. Bei ihnen verlief die Aufarbeitung dieser Krise und das anschließende vertrauensvolle Miteinander so positiv, dass sie weiterhin eine gute Partnerschaft leben können.


Anschließend wurde den Anwesenden noch das Konzept der Mediation vorgestellt, als eine gute Möglichkeit, ohne teure Anwälte und Gerichtskosten in fairem Miteinander Regelungen zu treffen, sei es für eine Fortführung oder auch eine Beendigung der Partnerschaft je nachdem, wie es für alle Beteiligte als beste Lösung gesehen wird.


Alle TeilnehmerInnen machten am Ende deutlich, dass sie dieses Seminar als tollen Einstieg erlebt haben und sich dringend weitere Angebote zu diesem Thema wünschen.


Barbara Wagenblast, DGBS Angehörigenvertreterin