Kontrast

Wiederholung der Episoden

Wird erstmalig eine Depression oder Manie diagnostiziert, sagt dies noch zu wenig über den weiteren Verlauf aus. Bei einer Manie mit voll ausgeprägten Symptomen spricht man von einem bipolaren Verlauf, da die Wahrscheinlichkeit extrem hoch ist, dass es irgendwann im Laufe der nächsten Monate oder Jahre zu einem Rückfall kommt.

Depressive Episoden dauern bei unipolarem Verlauf im Median 5,4 Monate, bei bipolarem Verlauf im Median 4,3 Monate. Bei bipolarem Verlauf sind die Episoden also kürzer. Die Spannbreite erstreckt sich von einigen Tagen oder Wochen bis hin zu mehreren Monaten. Insgesamt ist der weitere Krankheits­verlauf in der Regel geprägt von immer wieder­kehrenden manischen, depressiven oder gemischten Episoden. Der weitere Verlauf kann individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein, Intensität und Anzahl der auftretenden Episoden sind nicht vorhersagbar.

Immer wieder hört man von Patienten, die es allein mit Psychotherapie oder mit einem Antidepressivum geschafft haben, gesund zu werden. Dies ist kein Wunder, sondern entspricht dem natürlichem Krankheitsverlauf: Jede Episode hat einen An­fang und ein Ende. Es geht nicht um die einjährige Behandlung, sondern um den deutlich längeren Verlauf aufgrund des Wiederauftretens, das viele Betroffene bis ins hohe Alter begleitet.

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Aktuell muss auf die Vergabe des Jules-Angst-Forschungspreises für 2020 verzichtet werden, da es gegenwärtig nicht möglich ist, in ansprechenden [… weiterlesen]
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