Zur medikamentösen Intervention bei einer Bipolaren Störung werden heute zwei verschiedene Medikamentengruppen eingesetzt: Stimmungsstabilisierer und Interventionsmedikamente. Wichtig zu wissen ist, dass diese Medikamente etwa ein bis drei Wochen benötigen, bis sie ihre volle Wirksamkeit entfalten. Patienten und Angehörige sollten sich also nicht entmutigen lassen, wenn sich trotz regelmäßiger Medikamenteneinnahme in den ersten Tagen noch keine sichtbare Wirkung einstellt.
Stimmungsstabilisierer werden sowohl in der Akut- und Erhaltungstherapie als auch zur Rückfallprophylaxe verwendet. Sie begleiten den Patienten sein ganzes Leben lang. Wie ihr Name schon sagt, dienen sie vor allem dazu, die Stimmungslage des Patienten akut wie auch langfristig zu stabilisieren. Je nachdem, ob der Betreffende gerade eine manische oder depressive Krankheitsepisode durchmacht, kommen verschiedene Substanzen zum Einsatz. Als Stimmungsstabilierer werden heute Lithium, die drei Antiepileptika Carbamazepin, Valproat und Lamotrigin sowie die atypischen Neuroleptika Quetiapin und Olanzapin eingesetzt.
Interventionsmedikamente kommen immer dann zum Einsatz, wenn während der Akutbehandlung einer Depression oder Manie die alleinige Gabe von Stimmungsstabilisierern nicht ausreichend ist. Im Wesentlichen werden vier verschiedene Substanzklassen eingesetzt: Neuroleptika, Antidepressiva sowie Hypnotika und Sedativa.
Lesen Sie hierzu auch unsere Zeitschrift InBalance, Heft 3/2006 mit dem Schwerpunktthema "State of the Art der Psychopharmakotherapie".
04.05.2026Ausfall Telefonzeit am 07.05.2026
Am 07.05.2026 fällt die übliche Telefonzeit der DGBS-Geschäftstelle krankheits- und urlaubsbedingt aus. Sie erreichen die DGBS-Geschäftstelle telefonisch [… weiterlesen]23.04.2026Dortmund: Lesung und Gespräch mit Thomas Melle
Am Dienstag den 12. Mai 2026 liest Thomas Melle aus seinem neuen Buch "Haus zur Sonne". Die Lesung findet um 19:00 Uhr in der LWL-Klinik Dortmund statt und [… weiterlesen]