Kontrast

Nicht-medikamentöse Therapieformen

Neben der medikamentösen Therapie werden noch eine Reihe von nicht-medikamentösen Behandlungsmethoden eingesetzt, die entweder eine unterstützende Funktion haben oder sich durch eine schnellere Wirksamkeit auszeichnen.

Psychotherapie

Die im Rahmen der Bipolaren Störungen eingesetzten psychotherapeutischen Verfahren sollen dem Patienten dabei helfen, mit seiner Erkrankung umzugehen, sie zu akzeptieren und bestimmte, individuelle Auslöser einer Krankheitsepisode zu verhindern. Die Psychotherapie setzt sich also mit dem „Hier und Jetzt“ auseinander und nicht mit dem Warum.

Wachtherapie

Verschiedene Körperhormone können bei sensiblen Menschen eine Depression auslösen bzw. erhalten. Es hat sich gezeigt, dass gerade diese Hormone in der zweiten Hälfte der Nacht ausgeschüttet werden, wenn die Betroffenen schlafen. Die Grundidee der Wachtherapie ist es, diese gefährliche Phase der Nacht zu überbrücken und die Patienten am Schlafen zu hindern. Mehrere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Wachtherapie in der Behandlung von Depressionen sehr wirkungsvoll ist. Leider hat sie nur eine unzureichende rückfallvorbeugende Wirkung und wird deshalb in der Akutbehandlung einer Depression zusammen mit Stimmungstabilisierern eingesetzt.

Elektrokrampftherapie (EKT)

Obwohl die Elektrokrampftherapie häufig sehr negativ in der Öffentlichkeit dargestellt wird, ist sie zurzeit die wohl wirksamste Therapiemethode zur Behandlung von schweren depressiven und manischen sowie psychotischen Krankheitsepisoden. Sie wird immer dann eingesetzt, wenn bei den Betroffenen ein hohes Selbsttötungsrisiko besteht, die Symptomatik so schwerwiegend ist, dass man nicht warten kann, bis entsprechende Medikamente richtig wirken oder die Patienten nicht mehr auf verfügbare Medikamente ansprechen. Die Elektrokrampftherapie wird unter einer Kurzzeit-Vollnarkose durchgeführt. Mit Hilfe von zwei Elektroden wird ein zwanzig bis vierzig Sekunden dauernder Krampfanfall ausgelöst, der von selbst wieder aufhört und zu einer Stimulation des Nervensystems führt. Dadurch werden für die Stimmungsstabilisierung wichtige Neurotransmitter wie Dopamin oder Serotonin freigesetzt. Da sich die Patienten während der Behandlung in Narkose befinden, spüren sie nichts. Die Elektrokrampftherapie wird nur in der Akutbehandlung eingesetzt.

News

12.06.2020Befragung zu den psychosozialen Folgen der COVID-19…

Diese Befragung des Deutschen Instituts für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) an der Katholischen Hochschule NRW bezieht sich auf die psychosozialen [… weiterlesen]
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