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30 Minuten Deutschland – Kopfkino in schwarz/weiß

Wenn Gefühle extrem schwanken

RTL, Montag, 24. Februar 2014, 23:15 Uhr

Pressetext zur Sendung

Gefühle wie Trauer und Glück begleiten uns ständig im Alltag. Zwei gegensätzliche Emotionen, die unser ganzes Leben definieren. Doch es gibt Menschen, bei denen diese Gefühle ein unkontrollierbares Eigenleben entwickeln. Sie schwanken zwischen extremen Gefühlspolen, das Leben spielt sich oft nur zwischen Schwarz und Weiß ab. Trotzdem kämpfen sie jeden Tag um Verständnis, Toleranz und darum, Herr ihrer eigenen Gefühle zu werden.

Natali Papesch ist glückliche junge Mutter einer zweieinhalbjährigen Tochter. Noch kam das Thema nicht auf, aber irgendwann wird die kleine Paulina ihre Mama nach den Narben an ihren Armen fragen. Natali ist Borderlinerin. Eine vielseitige psychische Erkrankung, die sich bei ihr mit Drang sich selbst zu verletzen und ihr Umfeld zu manipulieren äußert. Mit 13 Jahren wurde die Krankheit bei ihr diagnostiziert. Erst die Geburt ihrer Tochter und die Entdeckung der Liebe zu ihrer jetzigen Freundin Chantal haben ihr Halt im Leben  gegeben. Trotzdem holt die Krankheit Natali immer wieder ein, der Drang, sich wieder selbst zu verletzen und lähmende Eifersucht erschweren ihren Alltag. Doch Natali kämpft. Sie besucht eine Abendrealschule und will eine Ausbildung zur Hebamme beginnen. Mit Therapeuten und Medikamenten hat sie keine guten Erfahrungen gemacht, trotzdem will sie noch einmal den Schritt wagen und sich in professionelle Hände begeben.

„Ich will die Krankheit im Griff haben und nicht die Krankheit mich.“
- Natali Papesch, 24 Jahre, Borderlinerin

Der 64jährige Klaus Meyer aus Essen legte einst einen Musterlebenslauf hin. Er schließt ein Topstudium ab, arbeitet sich hoch bis zum Regierungsrat beim Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik. Die Karriereleiter hat sogar noch Stufen nach oben. Plötzlich beginnt er die Kontrolle über sich selbst zu verlieren, schwankt zwischen Depressionen und unberechenbaren Höhenflügen. Diagnose: Bipolare Störung, auch als manisch-depressiv bekannt. Seitdem lebt Klaus Meyer ein Leben zwischen zwei Extremen. Zwischen ganz normalen Lebensphasen lebt er das, was der Volksmund im Allgemeinen als himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt bezeichnet. Eine Achterbahnfahrt mit Ticket auf Lebenszeit, denn trotz Behandlung wird Klaus Meyer der Erkrankung wohl nie ganz Herr werden.

„Ich weiß, dass es mir irgendwann wieder schlecht gehen wird. Aber ich genieße, dass es mir gerade einfach gut geht.“
- Klaus Meyer, 64 Jahre, Bipolare Störung

Wir begleiten zwei verschiedene Schicksale mit einer Gemeinsamkeit. Gefühle wie Trauer und Freude machen uns menschlich. Die Besonderheit, die Natali Papesch und Klaus Meier haben ist, dass sie zu viel davon empfinden.

 
 
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