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Bericht aus dem DGBS-Referat Betroffene

Arbeitsgruppe „Betroffene Profis“

Im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung fand das Symposium „Zwischen alles Stühlen – selbst betroffene Psychiaterinnen und Therapeutinnen“ statt. Die sehr gut besuchte Veranstaltung, bei der meine beiden Mitreferentinnen und ich offen vom Umgang mit der eigenen Erkrankung, Erfahrungen von Ausgrenzung und Stigmatisierung und aus der Erkrankung resultierenden Veränderungen berichteten (die Beiträge sind über die DGBS-Seite aufrufbar), rief sowohl in der Diskussionsrunde als auch nach Abschluss der Veranstaltung ein großes Echo hervor.

Jede der Referentinnen wurde von mehreren ärztlichen Kollegen angesprochen, so dass noch auf der Tagung die Idee entstand, eine Arbeitsgruppe „Betroffene Profis“ zu gründen. Dieser soll Raum für den kollegialen Austausch bieten, ohne dass eine Stigmatisierung befürchtet werden muss. Die Teilnahme an der Arbeitsgruppe kann selbstverständlich anonym erfolgen. Uns geht es insbesondere auch darum, neu erkrankte Kollegen mit all ihren Ängsten und Sorgen zu unterstützen. Hier könnte z.B. die Möglichkeit eines Beratungstelefons diskutiert werden.

Zudem steht die Versorgung Betroffener im Fokus: Die Folgen der fehlenden Möglichkeit einer Erwerbsminderungsrente in der Ärztlichen Versorgung wurde in Anke Schmüsers Vortrag klar aufgezeigt: Ärzte, die noch in der Lage wären, eine reduzierte Stundenzahl zu arbeiten, werden aussortiert – ein Vorgang, der nicht nur ob des bestehenden Ärztemangels nicht ideal ist. Insgesamt soll die Etablierung der Arbeitsgruppe zu einer Entstigmatisierung gerade unter Profis beitragen.

Die Arbeitsgruppe ist primär Anlaufpunkt für in der Psychiatrie tätige Betroffene der verschiedenen Berufsgruppen; soll darüber hinaus aber auch für weitere im Gesundheitswesen tätige Betroffene offen sein. Interessierte, die bei der Arbeitsgruppe mitwirken möchten oder weitere Ideen zur inhaltlichen Gestaltung haben oder sich einfach austauschen möchten, wenden sich per Mail an betroffene.profis@dgbs.de.

Wir freuen uns auf ein aktives Miteinander!

Astrid Freisen, Arbeitsgruppe "Betroffene Profis"

 
 
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