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Seminar für neue und alte BeraterInnen am DGBS-Beratungstelefon und für die E-Mail-Beratung vom 26. 3. bis 29. 3. 2015 in Fulda

Barbara Wagenblast, unsere 2. stellvertetende Vereinsvorsitzende und Angehörigenvertreterin, hat auch dieses Jahr wieder zu einer Schulung und Fortbildung für bereits aktive BeraterInnen und neue ehrenamtliche Interessenten eingeladen.

Am Donnerstag sind wir neuen KandidatInnen angereist. Nach einer kurzen Kennenlernrunde hat Frau Wagenblast über das Krankheitsbild der Bipolaren Störung referiert. Im Anschluss hat sie über die Geschichte der DGBS, ihre Strukturen und vielfältigen Angebote gesprochen.

Freitag und Samstag schulte uns Herrmann Held, Leiter der Telefonseelsorge Fulda mit 25-jähriger Berufserfahrung, zunächst über allgemeine Kommunikationsregeln. Danach übten wir in 3er-Gruppen simulierte Beratungsgespräche. Nach einem Vortrag von Frau Wagenblast zur Organisation des Beratungstelefons übernahm Herr Held das Wort und referierte über folgende Themen: die Gliederung eines Gesprächs im Rahmen der Telefonberatung und die verschiedenen Kommunikationsebenen. Hierzu hielten wir Teilnehmer Trainingsgespräche mit anschließender Auswertung ab.


Nach dem Eintreffen der schon tätigen BeraterInnen und einem kurzen Kennenlernen referierte Herr Held über schwierige Situationen in Gesprächen Danach erklärte uns Herr Held Grundsätze und Regeln der Supervision.

Die BeraterInnen brachten eigene Gespräche ein, die innerhalb der Gruppe supervidiert wurden. Beispiele waren akute Gefährdungssituationen wie Suizidalität, Manien und verzweifelte Angehörige. Auch die Grenzen unserer Tätigkeit wurden besprochen, z.B. keine konkreten Arzt- oder Medikamentenempfehlungen, Diagnosen oder rechtliche Tipps geben zu dürfen.


Am Samstag Vormittag hatte Frau Wagenblast einen Betreuungsrichter vom Amtsgericht Kassel geladen, welcher uns einen Vortrag über Betreuungsrecht hielt. Es wurden auch die rechtlichen Grenzen, Risiken und Verantwortung der Email- und Telefonberatung sowie Möglichkeiten der Vorsorge besprochen. Die rechtliche Situation bei akut vorliegender Suizidalität wurde thematisiert und innerhalb der Gruppe intensiv diskutiert. 


Im Anschluss hat Herr Held dieses für alle ängstigende Thema der Suizidalität in der Gruppe bearbeitet. Immer wieder wurde uns TeilnehmerInnen deutlich, wie sehr auch eigene Wertvorstellungen und ethische Anschauungen unser Gesprächsverhalten beeinflussen können. 


Am Nachmittag schulte uns dann Johanna Römmelt, eine der langjährigen Beraterinnen, über EDV-Unterstützung der Telefon- und Email-Beratung und Recherchen übers Internet.

Nach diesem sehr anstrengenden Seminartag konnten wir in Ruhe einen Fragebogen beantworten, bei dem wir sowohl unsere Motivation zur ehrenamtlichen Arbeit als auch Themenwünsche für den letzten Seminartag äußern sollten.

Am Sonntag wurden von allen Anwesenden noch einmal Fragen und Feinheiten der EDV und die zukünftige Organisation und Planung der verschiedenen Beratungsangebote besprochen.

Abschließend haben wir noch Wünsche und Verbesserungsvorschläge für das nächste Seminar vorgebracht, und wir waren uns alle einig, dass wir uns in diesem Jahr noch ein zweites Seminar zur Supervision und Fortbildung wünschen. 


Ein erfreuliches Ergebnis war auch, dass alle neuen SeminarteilnehmerInnen ins Beraterteam aufgenommen werden möchten und dadurch nun auch die Telefonzeiten von 3 x 3 Stunden auf 5 x 3 Stunden pro Woche erweitert werden können.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Frau Wagenblast für die tolle Organisation und Leitung des Seminars bedanken. Das große Interesse und die überdurchschnittliche Motivation und aktive Teilnahme der alten wie neuen Berater möchte ich auch hervorheben. Auffallend war auch der intensive, anregende und lustige Austausch untereinander nach dem Seminar abends in der Freizeit und beim Essen.

Mein Fazit ist, dass es ein intensives, produktives und sehr schönes Seminar war.

Alfred Dockhorn, Seminarteilnehmer

 
 
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