Kontrast

Gedichte von Lothar Lemke

Licht nach dem Dunkel
Ich komme!!!
Die Suche nach Gott
Leichtes Schiff im rauen Meer
Warten
Verletzt
Verlassen und unglücklich
Ein Körnchen Glück
Burnout kontra Bipolare Störung


 

Licht nach dem Dunkel

Licht nach dem Dunkel
der Tunnel geht zu Ende!
Ich hoffe aufs neue Jahr
und eine Lebenswende.
Nach all diesen trüben Tagen
werd ich neuen Anfang wagen.
Woran es mir oft gebricht:
Licht! Licht! Licht!
Will jetzt Positives sehen,
hoffnungsvolle Wege gehen.

© Lothar Lemke


 

Ich komme!!!

Ich komme aus der Zeit der überschäumenden Gedanken,
aus der Phase von Kreativität und Phantasie –
in ein Loch voll Dunkelheit!

Ich komme – mit Blei auf der Seele – und schweren Schuhen.
Einen Weg zu gehen, der mir gewiesen wurde.
Pflicht ist sein mich bedrückender Name.

Ich komme zu dir, der mir zuhört.
Zu dem offenen Ohr, das sich um meine Seele sorgt.
Ich komme – weil du zuhörst!

Ich komme zu dir, der am Kreuz elend verreckte.
Dein Tod wandelte sich in Auferstehung.
Ich komme zu deiner Hoffnung!

Ich komme zu deinem weißen Kittel.
Zu dem Arzt, der mich so schwer versteht.
Ich komme – aber du kannst nicht mitfühlen.

Ich komme zu dir – dem Gesunden.
Du kannst dich nicht in meine Lage versetzen.
Ich komme trotzdem, weil ICH dich verstehe!!!

Ich komme – zu jedem Funken des Lichtes.
Zu jeder kleinen Freude, die der Tag mir schenkt.
Ich komme – denn ich will leben!!!

© Lothar Lemke


 

Die Suche nach Gott

In einer unruhigen und bewegten Zeit,
sehnt sich der Mensch nach Geborgenheit.
Nach Frieden, den die Welt nicht gibt,
nach Liebe, die nur selbstlos liebt.

Er fragt sich nach des Lebens Sinn.
Braucht Orientierung zum Neubeginn.
Im Stimmengewirr einer Medienwelt,
ein klares Wort, das Richtung hält.

Nach Heilung von Wunden der Vergangenheit,
nach Erlösung von Bindungen dieser Zeit.
Den Weg zu Gott und seinem Vaterherzen,
als Ruheplatz in den Ängsten und Schmerzen.

O Gott, du Schöpfer von Mensch und Welt,
der du uns in seinen Händen doch hält,
gib Liebe und Nähe uns in dieser Zeit.
Sei in deinem Sohn auch zur Gnade bereit.

© Lothar Lemke


 

Leichtes Schiff im rauen Meer

Leichtes Schiff im rauen Meer.
Wilde Wogen der Gezeiten
und Gefühle, die sich streiten,
Kurs zu halten ist doch schwer!

Schwankend hier auf blankem Holz,
in dem Strom der leeren Lehren,
die nur Schales wiederkehren.
Suche Kraft für meinen Stolz!

Leichtes Schiff – stets in Gefahr -
und die Seele fühlt ein Ahnen.
Schwaches Herz, o lass dich warnen,
such die Hilfe – sie ist da !!!


© Lothar Lemke


 

Warten

Warten – auf das Heilen der Wunden.
Auch auf freudige Stunden.
Nach den traurigen Tagen -
feste Schritte zu wagen.

Von besseren Zeiten zu träumen,
ohne dass Gefühle überschäumen.
Auf Freunde, die mich verstehen,
auf Sorgen, die endlich vergehen.

Warten – nach bewegter Zeit -
auf Phasen der Geborgenheit!

© Lothar Lemke


 

Verletzt

Verletzte Seele – Wundes Herz.
Gedemütigt – zerschlagen.
In diesen schweren Tagen,
wer kommt und heilt den Schmerz?

Von Gott gesehen bist du WERT!
Dir selber giltst du wenig.
Eher Bettler als ein König.
Viel Dunkelheit das Herz beschwert.

Wer bringt dir Licht in diese Welt?
Kann deinen Schmerz verstehen?
Kann steile Wege mit dir gehen?
Bringt Leben, wie es dir gefällt?

Der Arzt mit seiner Bildung Macht
kann deine Not nicht heilen.
Du musst darin so oft verweilen.
Lebst wie in tiefer dunkler Nacht.

Lass ein den kleinen Sonnenstrahl.
Er will dir Fried und Freude geben.
Du selbst hast Kraft zum Weiterleben.
Sieh auf das Glück – nicht auf die Qual.

© Lothar Lemke


 

Verlassen und unglücklich

Viele Wochen trennen uns – für deine Gesundung!
Meine Einsamkeit frisst sich in meine Seele!
Du fühlst dich wohl in deinem Kreis.
Mich willst du nicht sehen und sprechen.
Dass ich dich nicht erreichen kann,
macht mich aggressiv!
Meine Gedanken kreisen und die Seele ist verletzt.
Mit anderen Menschen kannst du dein Lachen teilen.
Mich, der dich liebt, kannst du nicht ertragen.
Du empfindest diese Trennung als ein großes Glück.
Mir zerreisst sie die Seele!
Ich kann es nicht ertragen, wie wohl du dich mit den Fremden fühlst.
Bei mir warst du krank und gereizt!
Viel Lieblosigkeit habe ich von dir gespürt.
Alle Anderen sind dir wichtig!
Kinder und Enkelkinder. Warum auch nicht!
Aber wo bleibe ich????????
Hast du irgendwann begriffen, dass ich kein Gebrauchsgegenstand bin?
Ist Liebe wirklich nur ein Wort?
Mir bleibt kein anderer Weg, als mich in die Arme dessen
zu werfen, der auf Golgatha für mich starb.
Er weiss, was es heißt:
„Verlassen! Unverstanden! Ungeliebt?"

© Lothar Lemke


 

Ein Körnchen Glück

Was gäb ich für ein Körnchen Glück,
das seelisch mich erfreute.
Vom Himmelsblau ein kleines Stück,
zur Freude nur für Heute.

Was gäb ich für ein wenig Grün,
vom grünen Gras gestohlen.
Die Farb an meine Seele ziehn,
und mich damit erholen.

Was gäb ich für ein Strählchen Licht,
das mir das Herz erhellte.
Und gäb von Freuden mir Bericht,
die Schatten nicht verstellte.

Was gäb ich für ein Lächeln nur,
aus reinen Kinderaugen.
Erlebte wahre Liebe pur,
um sie ins Herz zu saugen.

Doch viel zu geben hab ich nicht,
wie soll ich Freude zeigen.
Zeig nur ein lachendes Gesicht.
Kein Himmel voller Geigen!

© Lothar Lemke


 

Burnout kontra Bipolare Störung

Es fliegen die Fetzen,
die Missverständnisse häufen sich,
gegenseitiges Vertrauen geht verloren.
Zwei Kranke prallen aufeinander!

Mann und Frau:
Unterschiedliches Empfinden,
verschiedene Denkmodelle.
Sprachlich kaum zu überbrücken.
Seelische Verletzungen bleiben!

Unausgesprochenes oder Ausgesprochenes:
Was tut mehr weh?
Abstand halten, Kommunikation unterbrechen.
Gibt Schutz und schafft neue Hindernisse.

Liebe, Wut, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit.
Gefühle stürmen durch die Seele.
Wer kann und will sie ordnen?
Die Verwirrung wird immer größer!

Wird etwas von der Liebe übrig bleiben?
Kann diese Partnerschaft überleben?
Wir beide hatten soviel zu geben.
Wo ist das alles geblieben?!

© Lothar Lemke


 

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