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Verlust der Mitte

Habe alles auf einmal parat,

bin ein funkelnder Diamant von 150 Karat

in meinen Adern fließt feurigrotglühende, brennende Energie

bin oberste Instanz, Autorität, ein Genie

fest mit dem Weltengetriebe verzahnt

weiß es nun, habe es immer geahnt

mein Auftrag die Welt zu verbessern,

sehet her, ich bin die Erlösung, habe die Weisheit in Fässern,

halte alles Wissen und Werden der Welt in den Armen....

doch was ist nur in mich gefahren, schon erlahmen

die Kräfte, schwinden die Säfte

aufgeblasen, Seifenblasen

außer Rand und Band

großer Flächenbrand

wie von Geisterhand

auf einmal ohne Verstand.

Sommer grenzenlos in Flammen steht

doch sein Glühen bald zur Neige geht

hohles Lachen

und plötzlich, böses Erwachen:

- Ich bin ohne Mitte -

traurig kalt und dunkelgrau

ist die Welt nun feindlich rau

der Herbst mir bringt Vergänglichkeit

Nebelschleier hauchen Endlichkeit

eisblumenumkränzt ruft stille Trauer

in wehleidig windigem Schauer

inmitten der kalten Nacht

angstvoll aufgewacht

Federbett und warme Flasche

im kalten Ofen bleibt nur Asche

erinnere mich nicht mehr

ein Eisberg im toten Meer

ohne Licht und ohne Trost

ein dunkler nie enden wollender Tunnel, erbost

sich Dunkelmänner auf mich stürzen

kann die Qualen nicht verkürzen

habe nur starre Lähmung, tauben Stillstand

und mein Los nicht in der Hand

falle in heimatlose Not

orientierungslos, mittellos

und blind sehe ich dem eignen Tod

in die Augen

Wozu soll ich noch taugen?

bin ein Nichts, ein Wicht

ein Niemand ohne Gesicht

Eisschollen wollen mich überrollen

haltlos, arm und flügellahm

erdenschwer, 

keine Sonne wärmt mich mehr,

bin Ballast

ein alter knorriger Ast

bin unter Wasser

in tiefem Tal

ein mich selber Hasser.

Ach hätte ich die Wahl

ich wäre lieber weniger genial:

- und in der Mitte


16. 04. 2006
AutorIn ist der DGBS bekannt.


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