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DGBS-Referat Forschung und internationale Beziehungen

Leitung:

Prof. Dr. Dr. Michael Bauer, Dresden
Prof. Dr. Georg Juckel, Bochum
Prof. Dr. Andreas Reif, Würzburg

Aufgaben und Ziele:

Trotz erheblicher Forschungsbemühungen seit über einhundert Jahren sind die Ursachen für die Entstehung von bipolaren Erkrankungen nach wie vor nicht ausreichend bekannt. Man geht heute von einer „multifaktoriellen“ Genese mit sowohl biologisch-genetischen als auch psychosozialen Faktoren aus. Die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Bipolaren Störungen zählt zu den zentralen, satzungsgemäßen Anliegen der DGBS. Um diesem Ziel näher zu kommen, wurde das DGBS-Referat Forschung und internationale Beziehungen vor kurzem gegründet, denn Bipolare Störungen werden im Vergleich zu anderen häufigen psychiatrischen Krankheitsbildern immer noch relativ wenig erforscht. Das Referat strebt eine intensivere Vernetzung der verschiedenen deutschen forschenden Kliniken und Institute an, um eine effizientere Ausnutzung der Kapazitäten zu ermöglichen. Das Referat ging aus dem seit 2006 bestehenden „Arbeitskreis Junge Wissenschaftler“ hervor, in dem sich wissenschaftlich engagierte Kolleginnen und Kollegen trafen und gemeinsame Projekte durchführten.

Das Referat hat konkret die Aufgabe, den Erkenntnisgewinn zur Diagnostik und Therapie bipolarer Erkrankungen zu fördern, die Etablierung leitliniengerechter, moderner Behandlungsmethoden in der Praxis zu unterstützen und die Verbindung zu Organisationen in Deutschland und anderen Ländern, die sich ebenfalls mit Bipolaren Störungen befassen, herzustellen bzw. zu vertiefen. Ein kurzfristiges Ziel des Referats ist die Erstellung einer Übersicht über aktuell laufende Forschungsprojekte an deutschen Universitäten und Forschungsinstituten zum Thema Bipolare Störungen. Die zentrale Frage dabei lautet: welche Personen, Arbeitsgruppen forschen an welchen Projekten?

Erfolgreiches Forschen ist heute nur noch möglich, wenn sich Wissenschaftler (verschiedener Disziplinen) zusammenschließen, Ressourcen und Aktivitäten gebündelt und gemeinsame Forschungsanträge geschrieben werden, um die finanzielle Basis für die Forschungsarbeit zu bekommen. Dies geschieht in Zeiten der globalisierten Welt auch im Bereich der Bipolaren Störungen auf internationaler Ebene. Der DGBS-Vorstand hat sich deshalb zu Jahresbeginn 2013 erfolgreich um eine so genannte institutionelle Mitgliedschaft bei der „International Society for Bipolar Disorders“ (ISBD; Website) beworben. Diese Mitgliedschaft soll die Zusammenarbeit zwischen der globalen Dachorganisation ISBD, in der bereits viele nationale Fachgesellschaften Mitglied sind, und der DGBS vertiefen. Eine weitere Verbindung zur „International Bipolar Foundation“ (IBPF; Website) wurde ebenfalls in jüngerer Vergangenheit aufgenommen. Das Referat wird sich künftig um diese und andere internationale Kooperationen im europäischen und nichteuropäischen Ausland bemühen. Hierzu gehört auch, dass die DGBS ihre Mitglieder künftig darüber informiert, was auf internationaler Ebene alles geschieht, z.B. Kongresse, Veranstaltungen, Informationen über das Internet etc.

 

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