Herzlich willkommen,
User

Menu

Newsletteranmeldung

Wir halten Sie kostenlos immer auf dem Laufenden!


Ich stimme zu, dass diese Angaben zur Beantwortung meiner Anfrage verarbeitet und gespeichert werden. Ihre Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung dieser Anfrage gelöscht. Sie können auch zukünftig Ihre Einwilligung mit einer E-Mail an info[at]dgbs.de widerrufen. Ausführliche Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in der Datenschutzerklärung

Bericht des Vorstands 2016 (Auszüge)  

anlässlich der Mitgliederversammlung am 08. September 2017 in München

 

Der Bericht des Vorstands umfasst die Themen:

  1. Entwicklung der Mitgliederzahlen
  2. Bericht aus der Vorstandsarbeit   
  3. Berichte aus den Referaten
  4. Forum
  5. DGBS Beratungsangebote (Telefon, Mail, Skype)
  6. Politische Arbeit der DGBS
  7. DGBS Publikationen
  8. Personalien
  9. DGBS - Preise
  10. Jahrestagung 2018

1.Entwicklung der Mitgliederzahlen

Derzeit, zum Stand vom 31. August 2017, hat die DGBS 2078 Mitglieder (2016: 1.981), davon sind 972 (932) Betroffene, 430(401) Angehörige, 373 (358) aus dem professionellen Bereich, und 303 (290) ohne Angaben sowie 3 Ehrenmitglieder.

Der Zuwachs betrug seit dem letzten Stichtag am 31. August 2016 insgesamt 211 Personen.

Dagegen stehen 114 Mitglieder, die zum 31. 12. 2016 die Mitgliedschaft gekündigt haben oder deren Mitgliedschaft durch Streichung aus dem Mitgliederverzeichnis gemäß § 6 und § 7 unserer Satzung beendet wurde.

Wieder gab es kleinere Probleme beim Einzug einiger Mitgliedsbeiträge in diesem Jahr. Daher wurde nochmals die Vereinssoftware geprüft auf mögliche Fehler und Falscheinträge. Es konnte hier kein systematischer Fehler festgestellt werden. In dem Großteil der Fälle handelt es sich um fehlerhafte Mitgliederdaten oder Bankdaten, so dass immer wieder betont werden muss, die DGBS über jegliche Veränderungen von e-mails, Wohnsitz oder Bankdaten zu informieren.  Ansonsten arbeitet die Geschäftsstelle kontinuierlich an der Aktualisierung der Mitgliederdaten.

2.  Bericht aus der Vorstandsarbeit

Die Tagungsvorbereitung bedeutet für den Vorstand in seiner ehrenamtlichen Tätigkeit oft  und neben den normalen beruflichen und sonstigen Verpflichtungen eine enorme Belastung. Hier wurden und werden erhebliche  persönliche Zeiten investiert, die seitens Familie, Angehörigen und Arbeitgebern mit ermöglicht werden. An dieser Stelle möchte ich dann auch allen Vorstandskollegen meinen außerordentlichen Dank für die intensive und zeitaufwendige Arbeit in den letzten Monaten aussprechen, durch die die schwierige Situation der personellen Unterbesetzung und damit verbundener Mehrarbeit, sowie der Tagungsplanung überhaupt nur gemeistert werden konnte.

Ansonsten freuen wir uns, dass auch die Installation der Geschäftsstelle an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Frankfurt am Main bisher sehr gut gelaufen ist. Dort konnte jetzt auch ein adäquater Raum bezogen und eingerichtet werden. Dafür ausdrücklich Dank an unser Vorstandsmitglied Professor Dr. Andreas Reif, der der DGBS dieses als Direktor der psychiatrischen Universitätsklinik ermöglicht hat.

Die in der letzten Mitgliederversammlung beschlossenen Satzungsänderungen wurden dem Amtsgericht Freiburg im Breisgau mitgeteilt und am 27. Februar 2017 dort eingetragen. Die neue Satzung ist auf der Internetseite der DGBS hinterlegt.

Der Vorstand hat sich auch in diesem Geschäftsjahr mit weiteren Projekten beschäftigt. Im Kontext der S 3-Leitlinie initialisierten und leiteten  Herr Prof. Bauer und Frau Prof. Pfennig von der Universität Dresden verantwortlich ein S 3 Leitlinien Update. Sowohl die DGPPN,  die DGBS und die Barmer Krankenkasse unterstützen das Update finanziell, die DGBS darüber hinaus auch intensiv personell. Es gab mittlerweile 2 Konsensuskonferenzen, an denen neue Befunde vorgestellt, diskutiert und mögliche Empfehlungen für das Leitlinienupdate abgestimmt wurden.

Wie letztes Jahr schon angekündigt möchte die DGBs als trialogische Vorzeigegesellschaft eine hochwertige Patienten und Angehörigenleitlinie aus der S3-Leitlinie entwickeln. Die DAK hat erfreulicherweise dank dem Antrag und persönlichem Einsatz von Vorstandsmitglied Johanna Römmelt ein Zwei-Jahresbudget von knapp 30.000 € genehmigt. Geplant ist nun unter der Vorarbeit von der Gruppe Prof. Schäfer, Martin Kolbe und Steffi Hubert ein erstes Beispielkapitel zu formulieren. Es ist für Ende November, Anfang Dezember ein erstes Meeting der gesamten Arbeitsgruppe in Essen geplant. Bis dahin sollte das erste Kapitel als Anschauung und Diskussionsgrundlage fertig sein.

Die DGBS war in diesem Jahr aktiv beteiligt an der Organisation des DGPPN Kongresses in Berlin der in Zusammenarbeit mit der World Psychiatric Association (WPA) stattfinden wird. Neben einem DGBS Symposium (wissenschaftlich) und  einer erneuten Roadshow (wie auch 2016 auf dem DGPPN Kongress), werden Symposien von Betroffenen im Rahmen des WPA international organisiert. Hierauf sind wir sehr gespannt, verdeutlicht es doch, das der Trialog im Bereich der Psychiatrie weltweit Fortschritte macht.  Hier wird als Hauptinitiator Vorstandsmitglied Horst Harich im Rahmen des Berichtes des Referates Angehörige noch genaueres mitteilen.  

Mit dem Referat Versorgung wurde das Projekt Gütesiegelkliniken weiter bearbeitet, der Kooperationsvertrag aktualisiert, die erste Re-Evaluation der Gütesiegelkliniken eingeleitet und neue Anträge begutachtet. Mehr davon im Detail vom Referatsleiter Professor Assion.

Am Ende des allgemeinen Berichtes ist aus Sicht des Vorstandes zu betonen, dass wie es sich schon letztes Jahr abgezeichnet hat, die DGBS derzeit auf einem erfreulichen soliden finanziellen Fundament steht. Das ist aufgrund des hohen Arbeitsaufwandes und der zusätzlich anfallenden Arbeiten in Geschäftsführung und Geschäftsstelle wichtig. Da ein erheblicher Aufwand die Jahrestagungsorganisation darstellt muss immer wieder geprüft werden, inwieweit hier Teile der Organisation auch an externe Helfer/Anbieter weitergegeben werden können. Die solide finanzielle Grundlage ermöglicht aber ggfs. auch eine Förderung besonders wichtiger Aktivitäten und Projekte. In  diesem Jahr erfolgten durch das große Engagement vieler Verantwortlicher aus dem Vorstand und den Referaten vermehrt Projektanträge, für die wir Förderungen über die Krankenkassen und die BAG Selbsthilfe erhielten. Im Besonderen möchte ich hier die Krankenkassen erwähnen, die im vergangenen Jahr unsere Arbeit gefördert haben, da ist der AOK Bundesverband, die Barmer GEK, der BKK Dachverband, die DAK Gesundheit, die Kaufmännische Krankenkasse und die Techniker Krankenkasse, des Weiteren erhielten wir Förderungen über die BAG Selbsthilfe für Coaching, eine GKV Gemeinschaftsförderung über den VDEK, sowie Förderung über das Bundesministerium für Gesundheit und natürlich Aktion Mensch. Hierüber wird deutlich, dass die Arbeit unserer Gesellschaft im Kontext der Förderung und Stärkung der Selbsthilfe als positiv und wichtig eingestuft wird und Wertschätzung erfährt.

 3. Berichte aus den Referaten

Referat Angehörige
Im Referat „Angehörige“ haben sich im Laufe des vergangenen Jahres eine Reihe von umfangreichen Tätigkeitsfeldern ergeben.

Wie bereits in den vergangenen Jahren wurden jeweils zweitägige Seminare ausschließlich für Angehörige erfolgreich durchgeführt. Dabei musste die Teilnahmegebühr geringfügig angehoben werden. Die Seminare in Frankfurt im Februar 2017 und in Hannover im Juni 2017 waren mit jeweils 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgebucht. Leider konnten auch in diesem Jahr nicht alle Anfragen nach Teilnahme an den Angehörigenseminaren berücksichtigt werden.

Schwerpunktmäßig befassen sich die Seminare mit der Psychoedukation der Angehörigen. Insbesondere aber bieten die Seminare für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer häufig die erste Möglichkeit, sich mit anderen Menschen auszutauschen, die in einer ähnlichen Situation wie sie selbst sind und Informationen quasi aus „erster Hand“ von Psychiatern, Psychologen oder Psychotherapeuten zu erhalten.

Auch für das kommende Jahr ist die Durchführung weiterer Angehörigenseminare angedacht. Die Möglichkeit der Durchführung hängt aber nicht unwesentlich auch von der Bereitschaft der Profis zur Referententätigkeit im Rahmen der Seminare ab. In diesem Zusammenhang möchte ich mich bei den Referenten der diesjährigen Seminare, Psychiaterinnen und Psychiater und Psychologinnen der Uniklinik Frankfurt und der Medizinischen Hochschule Hannover ausdrücklich für Ihre Bereitschaft, uns für Vorträge, Diskussionsteilnahme zur Verfügung zu stehen, bedanken. Dies gilt insbesondere auch für die Bereitschaft, den Sorgen und Nöten Angehöriger geduldig zuzuhören und sie ernst zu nehmen.

Ein weiteres Tätigkeitsfeld stellte die Teilnahme als Angehörigenvertretung der DGBS an dem Update der „S3-Leitlinie bipolare Erkrankungen“ dar. In die Arbeit in verschiedenen thematisch gegliederten trialogisch besetzten Arbeitsgruppen war eine Reihe von Angehörigen eingebunden. Erfreulicherweise konnten Mitglieder für alle Arbeitsgruppen benannt werden, die sich mit „Angehörigenrelevanten“ Themenbereichen befassten. Bei den zweimalig stattgefundenen Konsensuskonferenzen war das Referat Angehörige der DGBS stimmberechtigt vertreten. Die Arbeit an dem Update der S3-Leitlinie steht kurz vor dem Abschluss.

Aus der gemeinsamen Arbeit an den über 500 Seiten der S3 Leitlinie entstand die Idee, ein Handbuch für Patienten und Angehörige zu entwickeln, das die wichtigsten Inhalte der Leitlinie auch für Laien verständlich und nutzbar darstellt.
Auch hier hat sich eine trialogisch besetzte Gruppe gefunden, die sich bereits im Rahmen erster Telefonkonferenzen abgestimmt hat und voraussichtlich noch in diesem Jahr die Arbeit weiter vorantreiben wird. Wir gehen davon aus, dass ein solches Handbuch auch für Angehörige ein wichtiger Baustein in dem Umgang mit der Erkrankung, aber auch im Umgang mit den behandelnden Profis sein kann.

Unsere Arbeit ist weiterhin geprägt von strukturierten monatlichen Telefonkonferenzen im Umfang von einer Stunde, während derer wir uns inhaltlich abstimmen. Der Kern unseres Teams bleibt stabil bei acht Personen, zwei Personen zogen sich wg. familiärer Belastung vorübergehend zurück.

Wichtige Stationen unserer Arbeit waren:

·       Rechercheanfragen bei allen systemisch ausbildenden fünf Instituten in Heidelberg, Okt - Nov 2016, wg. Erfahrungen mit Familientherapie und Bipolar Erkrankten.

·       Im März fand unser viertes Frühjahrstreffen zweitägig erstmals in Ffm statt: Behandlungsvereinbarungen, Kriterien der DGBS-Siegelvergabe an Kliniken, unser Selbstverständnis als Angehörigenteam, die regelhafte Einbeziehung der Angehörigen im stationären Umfeld und unser Beitrag zum Trialog waren Diskussionsthemen.

·       Angehörige vertraten wir bei der Konsensuskonferenz S3-LL in Berlin im März u. Mai 2017; währdenddessen erfolgte der Besuch der Integrierten Versorgung bei Pinel inkl. Krisenpension und ein Besuch von St. Hedwig wg. des stationären Weddinger Behandlungsmodells.

·       Die trialogische Rezension zu Herrn Melle wurde seitens Frau Hubert ebenso mitgestaltet wie zwei Vorträge gehalten bei Veranstaltungen im Februar 2017 in München bei Einladungen von Prof. Brieger und Prof. Schulze.

·       Im April befassten wir uns mit der Angehörigenbefragung seitens der Hochschule Diakonie Bielefeld von Daniel Heinrichs und Stefan Rogge.

·       Eine Absage erhielten wir seitens der Universität Tübingen bzgl. der Möglichkeit, Belastungsfaktoren der Angehörigen Bipolar Erkrankten zu erforschen u. näher zu benennen. Fehllende Stringenz und Überzeugung seitens der Angehörigen sorgte für jene Reaktion.

·       Die Angehörigenbefragung zur Zwangvermeidung seitens Frau Tina Petersen, Hamburg, erreichte uns im Juni.

·       Die Kontaktaufnahme zum Geschwister-Netzwerk des BApK, das sich bereits im Mai neu gründete ist in den letzten Wochen erfolgt.

·       Im Juli erschien der gemeinsame Artikel in der InBalance zum Symposion Lebenszielen.

·       Durch unsere enge Verbundenheit mit dem bayrischen Landesverband der Angehörigen bleiben wir auf dem Laufenden, wie die Kliniksvereinbarungen zur Einbeziehung der Angehörigen zahlreicher werden.

·       Von unserem gestrigen Treffen als Angehörigenteam sei noch (a) der störungsspezifische Kliniksflyer für Angehörige genannt, der evtl. dieses Jahr fertiggestellt wird und an stationäre u. teilstationäre Einrichtungen versendet wird. (b) Weiterhin konnten wir mit Frau Dr. Schaub, an der Klinik der LMU leitende Psychologin, einen intensiven und gewinnbringenden Austausch als Angehörige führen: Einblicke in die Familientherapie, Deeskalationsstrategien u. Angehörigenarbeit an ihrer Klinik waren Themen des Gesprächs.

Referat Betroffene
Auch in diesem Jahr wurde etwa die Hälfte des Tagungsprogramms trialogisch erstellt: In einem Team aus sechs Betroffenen, drei Angehörigen und drei (selbst betroffenen) Profis wurden unter der Leitung von Martin Kolbe Themen für Symposien und Workshops gesammelt, gewichtet und in einer abschließenden Abstimmung festgelegt. Auch die Referentinnen und Referenten wurden in einem gemeinsamen Prozess bestimmt.

Der trialogische Gedanke hierbei drückt sich auch darin aus, dass nahezu alle Veranstaltungen, die als trialogisch gekennzeichnet sind, mit Angehörigen und Betroffenen, teilweise auch mit Referenten aus dem Profi-Bereich besetzt sind.

Auch bei vielen anderen Aktivitäten arbeiten wir gemeinsam mit Angehörigen, etwa bei unserer Selbsthilfe-Seminarreihe „Lernort Selbsthilfe“, die von unserem Angehörigenvertreter im Vorstand Horst Harich organisiert und von Betroffenen durchgeführt wird. Dieses Projekt erweist sich als äußerst erfolgreich: Alle bisherigen Seminare waren ausgebucht. Das nächste Seminar findet im kommenden Oktober in Sarstedt bei Hannover statt.

Auch das Team Selbsthilfeunterstützung besteht aus Betroffenen und Angehörigen. Hier werden neu gegründete und bestehende Selbsthilfegruppen tatkräftig unterstützt. Unserem langfristigen Ziel, der Schaffung von Landesstrukturen, sind wir dieses Jahr ein wenig näher gekommen; im Idealfall ergeben sich im Rahmen dieser Tagung erste konkrete Schritte. Die Pflege und Aktualisierung der Liste von Selbsthilfegruppen auf der DGBS-Website wurde auch im zurückliegenden Jahr von der Betroffenenvertreterin im Vorstand Johanna Römmelt betreut.

Das Update der S3-Leitlinie Bipolare Störungen steht kurz vor dem Abschluss und mit der Arbeit an einem Handbuch, das die Inhalte der Leitlinie leicht verständlich vermittelt, wurde begonnen. Die DAK fördert dieses Projekt über zwei Jahre. Beides, Leitlinie und Handbuch, sind trialogische Projekte, also eine Kooperation von Betroffenen, Angehörigen und Profis.

Auch auf dieser Jahrestagung betreibt das Referat Betroffene wieder einen eigenen Stand. Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Eine ganz besondere Untergruppe im Referat Betroffene ist die Arbeitsgruppe „Selbst betroffene Profis“.

Die seit 2014 bestehende Arbeitsgruppe richtet sich speziell an im Gesundheitswesen tätige Kolleginnen und Kollegen, die von einer Bipolaren Störung betroffen sind. Schwerpunkte unserer Arbeit liegen neben der Selbsthilfe in der Öffentlichkeitsarbeit, um die Vorurteile gegenüber betroffenen Profis abzubauen. So gestalten wir die Homepage der DGBS in einem eigenen Bereich aktiv mit, beteiligen uns am Newsletter und der Zeitschrift InBalance. Wir wirken im Vorbereitungsteam der Jahrestagung mit, ebenso an der Erstellung der S3-Leitlinie und des auf der Leitlinie basierenden Patienten- und Angehörigenleitfadens. Unser Ziel der besseren Vernetzung mit Angehörigen und Profis konnte so erreicht werden. Außerdem sind wir erneut mit einem Workshop an der diesjährigen Jahrestagung beteiligt. Im Rahmen der Vorbereitung fand ein persönliches Treffen der Gruppe im Schwarzwald statt, von dem wir sehr profitierten.

Unsere Arbeitsgruppe erreichen im Schnitt vier Anfragen von betroffenen Kolleginnen und Kollegen pro Monat, unsere Beratung erfolgt dann telefonisch, via Skype und via Email. Wir erhalten auch Anfragen aus dem deutschsprachigen Ausland, ein Kontakt besteht nach Bulgarien. Auch die im letzten Jahr begonnene Zusammenarbeit mit einer Organisation aus Großbritannien (DSN/Doctors Support  Network) wurde  intensiviert: beim diesjährigen World Psychiatry Congress in Berlin sind wir mit einem gemeinsamen Symposium vertreten. Wir hoffen, diese Zusammenarbeit weiter ausbauen zu können.

Mitglieder der Arbeitsgruppe: Dr. Astrid Freisen (Leitung), Cornelia Brummer, Hildegard Huschka, Dr. Gabriele Schöck und andere, die hier nicht namentlich genannt werden möchten.

Referat Forschung/internat. Beziehungen
Prof. Bauer  Der nationale Forschungsverbund BIPOLIFE (www.bipolife.org), durchgeführt von insgesamt 10 universitären Forschungszentren in Kooperation mit der DGBS und gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, BMBF) hat in 2017 seine Arbeit fortgesetzt und befindet sich bezüglich der Laufzeit „auf halber Strecke“: Alle Forschungsprojekte sind angelaufen und befinden sich in der Phase der aktiven Rekrutierung von Probanden. Diese wird vermutlich noch bis mindestens 2018-2019 andauern, bevor erste Auswertungen der Studienergebnisse möglich sein werden. Das offizielle internationale Publikationsorgan der DGBS, die englischsprachige Zeitschrift International Journal of Bipolar Disorders (http://journalbipolardisorders.springeropen.com/) entwickelt sich weiter gut; für das Jahr 2018 oder 2019 wird es zum ersten Mal einen Impakt Faktor für die neue Zeitschrift geben. Im zurückliegenden Jahr wurden 30 Forschungspublikationen oder Übersichtsarbeiten im open Access Verfahren (somit für jeden im Internet kostenlos einsehbar auf der Homepage der Zeitschrift) online erscheinen.

Zur Stimulierung von Forschungsaktivitäten in Deutschland hat das Referat gemeinsam mit dem Vorstand 2017 erstmals einen Forschungspreis für Forschungsprojekte junger Nachwuchswissenschaftler/innen ausgeschrieben. Die erstmalige Preisvergabe des „Jules Angst Forschungspreis“ der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen fand am gestrigen Abend im Rahmen des get  Togethers statt. Preisträgerin ist Frau Sarah Kittel-Schneider. Überreicht wurde der Preis von Jules Angst persönlich, der aus diesem Anlass anreiste. Unser herzlicher Dank richtet sich an Jules Angst für diese großzügige Geste und Unterstützung unserer Forschungsinitiative und natürlich Frau Kittel-Schneider für Ihre Bewerbung um diesen Preis und herausragende Forschungstätigkeiten im Bereich der bipolaren Störungen

Referat Versorgung
Im laufenden Kalenderjahr erfolgte zum ersten Mal die Rezertifizierung für das DGBS-Gütesiegel. Zu diesem Zweck entwickelte das Referat Versorgung einen Rezertifizierungsbogen, welcher den jeweiligen Kliniken zur Verfügung gestellt wurde. Im Rahmen des Rezertifizierungsprozesses wurden 12 Kliniken angeschrieben, von denen sich 10 Kliniken erfolgreich für das DGBS-Gütesiegel rezertifizieren konnten. Von zwei Kliniken erhielt das Referat Versorgung keine Rückmeldung.

Zudem haben wir nach erfolgreicher Erstantragstellung das DGBS-Gütesiegels an 4 weitere Kliniken vergeben können.

Referat Öffentlichkeitsarbeit
Das Projekt dieses Referats, das die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit am meisten auf sich zieht, ist die Bipolar Roadshow.

Im November 2016 zeigten wir eine Veranstaltung aus dieser Reihe bei der Tagung der DGPPN in Berlin. Neben Sebastian Schlösser und Martin Kolbe war erstmals der Bremer Spontan-Rapper Flowin Immo im Programm - sehr zur Freude des Publikums. Die DGBS-Vorstände Martin Schäfer und Andreas Reif führten durch die Veranstaltung und stellten das Konzept vor. Unsere Hoffnung, die anwesenden Klinikchefs oder andere Verantwortlichen im gut gefüllten Saal so von dem Konzept zu überzeugen, dass sie die Show für ihre Einrichtung buchen möchten, hat sich nach der Vorstellung erfüllt: Es gab tatsächlich Interessensbekundungen und einige der dort geschmiedeten Pläne werden im Herbst dieses Jahres realisiert.

Im März 2017 beteiligte sich die DGBS erstmals an den weltweiten Aktivitäten, die seit 2013 am Welt-Bipolar-Tag stattfinden. Der 30. März wurde als Termin gewählt, weil das der Geburtstag von Vincent van Gogh war, dem posthum eine Bipolare Störung zugeschrieben wurde (eine aus deutscher Sicht etwas unglückliche Entscheidung, weil dieser Termin oft in die Osterferien fällt). In Kooperation mit dem Universitätsklinikum und dem Frankfurter Bündnis Depression veranstalteten wir eine Roadshow im Frankfurter Saalbau Titus-Forum in der gleichen Besetzung wie 2016 in Berlin. Dank der hervorragenden Arbeit der Pressestelle der Universität konnten wir uns der größten Medienreaktion erfreuen, die wir je bei einem unserer Projekte verzeichnen konnten. Bei der Pressekonferenz ein paar Tage vor der Veranstaltung erschienen neben den großen, überregionalen Frankfurter Blättern FAZ und Rundschau sowie lokalen Tageszeitungen auch der dpd und die dpa. Besonders letzteres hatte große Auswirkungen, denn die beiden dpa-Artikel zum Thema Bipolare Störung wurden von vielen Publikationen bundesweit übernommen. Zudem drehte der Hessische Rundfunk einen Beitrag, der am Tag der Veranstaltung ausgestrahlt wurde. Bei all dieser Medienpräsenz hätten wir mehr ein wenig Publikum erwartet; es war zwar kein leerer Saal, aber es gab doch einige freie Plätze. Ob das nun an dem kulturellen Überangebot der Stadt Frankfurt liegt oder ob das Thema doch zu sperrig ist, um „normales“ Konzert- und Literaturpublikum anzuziehen, lässt sich schwer sagen. In diesem Fall kann man jedoch wegen des medialen Erfolgs trotzdem von einer äußerst gelungenen Aktion sprechen.

Nach einer längeren Pause wird die Roadshow 2017 fortgesetzt. Den Auftakt machte die „kleine Ausgabe“ der Show (ohne Sebastian Schlösser, dafür erstmals mit dem Rap/HipHop-Künstler 2Seiten) bei der Auftaktveranstaltung dieser Tagung. Im Oktober bespielen wir dann den Norden und Nordosten Deutschlands mit Vorstellungen in Lübeck, Greifswald, Neubrandenburg und zwei Mal Berlin: Dort gibt es eine öffentliche Veranstaltung am Welttag der Seelischen Gesundheit am 10.10.2017 in der Passionskirche (in Kooperation mit bipolaris und dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit) und am 11.10.2017 eine Veranstaltung beim gemeinsamen Kongress der World Psychiatric Association und der DGPPN im CityCube Berlin. Diese Show wird in englischer Sprache durchgeführt ist nur für Kongressbesucher zugänglich. Bei beiden Berliner Terminen ist zum ersten Mal die britische Sängerin Emily Maguire dabei (anstelle von Flowin Immo) - die Roadshow wird also international.

Ansonsten lief und läuft alles wie gewohnt im Referat Öffentlichkeitsarbeit mit der Erstellung und dem Versand des Newsletters, der Bearbeitung von Presseanfragen, dem up-to-date-Halten der DGBS Website und vielen Kleinigkeiten, die nicht näher erwähnt werden müssen.

 

4. Forum www.bipolar-forum.de

 

Die Summe der Beiträge im Bipolar-Forum liegt momentan bei rund 610.000., ein Zuwachs von etwa 80.000 neuen Beiträgen im zurückliegenden Jahr. Derzeit sind ca. 11.000 Teilnehmer registriert, etwa 800 mehr als im Vorjahr; davon schreiben ca. 50 regelmäßig über das gesamte Jahr hinweg. Die Zugriffe auf das Forum belaufen sich pro Stunde im Schnitt etwa auf 5.000, in Spitzenzeiten sind bis zu 15.000. Geschätzte 2.000 verschiedene User rufen pro Tag das Forum auf. Der Monatsdurchschnitt liegt in der Regel bei über 200.000 Zugriffen. Das Forum ist bei Google auf Platz 1 der Suchergebnisse zum Thema Bipolare Störung.

Die im vergangenen Jahr herrschende Atmosphäre kann man mit drei Worten umschreiben: sachlich, friedlich und konstruktiv.

Damit erfüllt das Forum seine Hauptaufgabe: die virtuelle Selbsthilfe. Die Administratoren hatten nur gelegentlich aufkommenden Streitigkeiten zu schlichten. Diese Ausgeglichenheit liegt nicht zuletzt an der Arbeitsweise des Administrationsteams. Karin Kaltenbach und Thorsten Sprindt, die beiden ehrenamtlichen Administratoren, leisten eine hervorragende tägliche Arbeit, die gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Mehr oder weniger rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche und an 365 Tagen im Jahr betreuen sie das Forum, Herr Sprindt seit nunmehr fünf und Frau Kaltenbach seit ungefähr drei Jahren. An dieser Stelle wieder einmal ein ganz herzlicher Dank des Vorstands für die zuverlässige, konstante und bisweilen sicher belastende Arbeit.

5.Beratungsangebote der DGBS

DGBS Telefonberatung

Bei der letztjährigen Mitgliederversammlung hatte ich um neue ehrenamtliche MitarbeiterInnen geworben, da einige aus dem Team die Anzahl ihrer Beratungsdienste reduzieren wollten.

Wir konnten daraufhin bei dem Schulungswochenende im November fünf neue Interessierte intensiv vorbereiten, von denen dann vier in das bestehende Team übernommen wurden.

Das Team besteht nun aus 15 Aktiven, davon 4 Angehörige und 11 Betroffene. Die Telefonberatung ist weiterhin 5x 3 Std/Woche, wir haben nun auch Visitenkarten gedruckt, auf denen die Beratungszeiten stehen. Die Karten können Sie an den Info-Ständen der Betroffenen und Angehörigen erhalten.

Unser Angebot, die Ratsuchenden zurück zu rufen, um ihnen die Kosten der 0700-Nummer zu ersparen, wird gerne angenommen.

Alle BeraterInnen senden  immer ihre -natürlich völlig anonymisierten – Gesprächsnotizen, die in die Gesamtstatistik eingepflegt werden.

 Nun einige Zahlen:

·       Statistik: Januar-Juni = 6 Monate, 125 Tage je 3 Stunden in Bereitschaft = 375 Stunden

·       294 Anrufer, davon 77 Betroffene, 213 Angehörige, 4 Profis,

·       insgesamt wurde 132 Stunden telefoniert, d.h. durchschnittl. Gesprächsdauer 27 Min

·       Alle Beratungszeiten werden gleichermaßen gut angenommen, beim nächsten Teamtreffen werden wir diskutieren, ob wir versuchsweise noch den Samstag zusätzlich anbieten wollen.

·       Weiterhin finde ich erwähnenswert, dass die wenigsten Anrufer DGBS-Mitglied sind. Wir fragen zwar nicht grundsätzlich danach, aber meist ergibt es sich im Laufe des Gesprächs. Es waren nur 17 Mitglieder, 111kein Mitglied und bei 128 war es nicht eindeutig. Wir hoffen weiterhin, dass wir durch unser gutes Angebot immer wieder neue Mitglieder gewinnen.

·       Fortbildungen + Supervision für alle BeraterInnen waren im letzten November, diesen März und demnächst im Oktober.

·       Diese Fortbildungen werden über Projektförderung der KK unterstützt, sodass nur ein geringer Eigenanteil von der DGBS übernommen werden muss. Hier möchte ich mich bei der Bundes-AOK für die gute Zusammenarbeit bedanken, die dieses Jahr beide Fortbildungen großzügig gefördert hat.

Zum Schluss möchte ich mich bei allen Beraterinnen und Beratern bedanken. Es ist einfach wunderbar, wie motiviert und zuverlässig alle ihre Arbeit machen.

Barbara Wagenblast, Leiterin Telefonberatung

Beratung per E-Mail und via Skype

Im Schnitt gehen an die E-Mail-Adresse info@dgbs.de täglich etwa drei Anfragen mit der Bitte um Beratung ein. Die beiden Betroffenenvertreter im Vorstand haben sich dieser Aufgabe angenommen; wenn es sich um spezifische Angehörigenfragen handelt, leiten wir die Mails manchmal an Barbara Wagenblast weiter, die dann (meist telefonisch) Kontakt zu den Anfragenden aufnimmt. Auch spezielle Medikations- oder Verlaufs- oder medizinische Fragen, die wir Laien nicht beantworten können leiten wir an die professionellen Vorstandsmitglieder Martin Schäfer und Andreas Reif weiter, die in der Regel umgehend antworten. Die Mails werden innerhalb von 24 Stunden beantwortet und es kann sich daraus ein längerer Mailverkehr entwickeln. Thematisch geht es meist um die Krankheitsbewältigung oder die Medikation, auch Beziehungsprobleme aufgrund der Erkrankung kommen oft vor. Immer wieder werden wir auch gebeten, eine Diagnose zu bestätigen, zu widerlegen oder sogar zu stellen, was wir selbstverständlich ablehnen. In diesen Fällen verweisen wir auf die Bipolar-Ambulanzen der Kliniken, die mit dem DGBS-Gütesiegel ausgezeichnet wurden. Auch werden wir häufig um Empfehlungen für niedergelassene Psychiater und Therapeuten gebeten, doch hier dürfen wir schon allein aus rechtlichen Gründen nicht helfen und verlinken auf die gängigen Arztsucheportale.

Im März 2015 richteten wir als zusätzliches Angebot die Beratung via Skype ein. Dies vor allem, weil es immer wieder Beschwerden über die kostenpflichtige Nummer der DGBS-Telefonberatung gab (der Kontakt über Skype ist dagegen mit keinen Gebühren verbunden). Seit einige Telefonberaterinnen und -berater eine Flatrate haben und die Anrufer zurückrufen können, gehört das Problem der gebührenpflichtigen Nummer eigentlich der Vergangenheit an. Die Möglichkeit der Beratung per Skype als Alternative wurde im letzten Jahr so gut wie nicht wahrgenommen, deshalb haben wir diese Form der Beratung eingestellt und ein Angebot zu einer Mailverabredung ins Netz gestellt (Ratsuchende können per Mail einen Termin per Skype vereinbaren). Bisher wurde das jedoch noch nicht nachgefragt.

Martin Kolbe/Johanna Römmelt, Team DGBS Mail- und Skypeberatung

6. Politische Arbeit der DGBS

Die DGBS beteiligt sich weiter an den gebündelten Aktivitäten zur Weiterentwicklung des Vergütungssystems in der Psychiatrie. Besondere Beachtung muss hier aus unserer Sicht die Sicherung der Versorgung der Patienten mit schwereren Erkrankungen liegen, ob stationär oder ambulant. Mit Sorge wird zudem nicht nur der erhebliche Rückgang der Forschung im Bereich von Pharmaunternehmen für den Bereich Psychiatrie gesehen, der so nicht durch öffentlich geförderte Forschung aufgefangen werden kann, sondern auch die immer häufiger werdenden Meldungen, dass einige Firmen alte oder nur relativ selten verschriebene Medikamente entweder an andere Firmen abgeben oder im schlimmsten Fall die Zulassung zurückgeben. Die DGBS versucht in solchen Fällen mit den Firmen soweit es für die Behandlung der Bipolaren Störung relevant ist Kontakt aufzunehmen oder sogar die geordnete Abgabe an zuverlässige interessierte andere Firmen zu vermitteln.
Leider besteht aus Sicht der Politik aber keine Rechtsgrundlage, dass Medikamente von den Firmen weiter betrieben werden müssen.

Die Entwicklung der Landespsychiatriepläne und die Neufassung des Psych-KGs (Unterbringungsgesetz) in verschiedenen Bundesländern ist inzwischen zumindest zum Teil abgeschlossen. Mitglieder der DGBS oder des Vorstands wirkten dabei beratend mit; als Beispiel sei hier Nordrhein-Westfalen genannt, wo die DGBS als trialogische Fachgesellschaft in Person eines Betroffenenvertreters Wünsche und Bedürfnisse von Betroffenen und Angehörigen einbringen konnte.

Weiterhin ist die DGBS bemüht, das Unterbringungsgesetz und die aufgrund der veränderten Rechtslage notwendig gewordenen Neuentwürfe in verschiedenen Bundesländern im Sinne auch der Menschen mit bipolaren Erkrankungen und ihren Angehörigen zu beeinflussen.

Die DGBS ist nach wie vor durch Martin Kolbe im Gemeinsamen Bundesausschuss und im Aktionsbündnis Seelische Gesundheit der DGPPN präsent. Er vertritt die DGBS auch beim diesjährigen 50. Jubiläum der BAG Selbsthilfe, bei dem unter anderem Bundespräsident Steinmeier teilnehmen wird.

7. DGBS Publikationen

Die InBalance erschien dieses Jahr zum ersten Mal als einmalige Jahresausgabe, dafür mit erweitertem Umfang und soll in dieser Form auch weiterentwickelt werden. Dafür vielen Dank an Frau Prof. Pfennig und dem ganzen Redaktionsteam.

8. Personalien

Die Vorstandsarbeit im letzten Jahr war nochmals geprägt durch die notwendige Einarbeitung und Organisation der Geschäftsstelle und Geschäftsführung. Nachdem Frau Bäsmann aus persönlichen Gründen um Vertragsauflösung gebeten hat, konnte  in einer erneuten Stellenausschreibung Frau Altinser Caka für die Geschäftsstelle gewonnen werden. Frau Caka ist 40 Jahre alt, kommt aus Frankfurt am Main, ist verheiratet und hat 2 Töchter. Sie ist Kauffrau für Bürokommunikation und sucht nach längerer familiär bedingter beruflicher Pause und diversen ehrenamtlichen Engagements in der DGBS den beruflichen Wiedereinstieg. Mit im Team ist auch Frau Angela Bekk, die im Besonderen für die Tagungsanmeldungen,  -vorbereitungen und –durchführung im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung mit verantwortlich ist. Frau Bekk wurde mit Unterstützung von Frau Schönfeld eingearbeitet und wir hoffen sehr, dass sie diesen Part der Organisation langfristig mit unterstützen kann. Frau Bekk ist 31 Jahre alt, hat zwei Söhne und ist gelernte Speditionskauffrau. Der Vorstand kann aktuell zurückmelden, dass wir uns über das Engagement und die hohe Kompetenz von Frau Wüstenbecker als Geschäftsführerin sehr freuen und sowohl Frau Caka, als auch Frau Bekk aus unserer Sicht gut ins Team passen und einen vielversprechenden Start hatten. Gerade die Tagungsorganisation und Vorbereitung sorgt wie in den letzten Jahren aber immer wieder dafür,  dass Geschäftsführung und Geschäftsstelle zeitlich rasch an oder über das vereinbarte Stundenlimit kommt. Der Vorstand möchte sich aber an dieser Stelle für die bisherigen Leistungen,  das Engagement und vor allem die angenehme Zusammenarbeit insbesondere bei Frau Wüstenbecker in ihrem ersten Jahr bei der DGBS ausdrücklich bedanken.

 

9. DGBS Preise

Besonders stolz ist der DGBS Vorstand auf den Aretäus Preis für besondere Lebensleistungen im Bereich der Bipolaren Störung. Unter den eingereichten Vorschlägen wurden vom Vorstand mit Frau Barbara Wagenblast und Herrn Horst Giesler zwei Angehörige ausgezeichnet, die die Vorstandsarbeit und die Bedeutung der Angehörigenarbeit in der DGBS für über 10 Jahre außerordentlich geprägt haben und die zeitlich und inhaltlich über die Vorstandsarbeit hinaus die Angehörigenarbeit in der DGBS entwickelt haben. Das wurde als wesentlicher Baustein der trialogischen Arbeit der DGBS nun im Rahmen der Preisvergabe gestern in Haar entsprechend gewürdigt. Auch an dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch den Preisträgern.

Die DGBS hat erstmalig in diesem Jahr mit dem Referat Forschung einen Forschungspreis ausgeschrieben und verliehen. Damit sollen Forschungsprojekte im Bereich der Bipolaren Störungen angeschoben und Forscher gefördert werden. Der Preis ist mit 3000 EURO dotiert (Bitte Abbildung mit Bild von der Trophäe zeigen). Wir freuen uns mit Professor Jules Angst aus Zürich einen der renommiertesten Bipolarforscher weltweit gewonnen zu haben, der diesem Preis seinen Namen gegeben und ihn auch in der Eröffnungsveranstaltung am Donnerstagabend in Haar persönlich überreicht hat. Erste Preisträgerin ist Frau Dr. med. Sarah Kittel-Schneider von der Universitätsklinik Frankfurt am Main.

10. Jahrestagung 2017

Bezüglich der Jahrestagung ist zu betonen, dass sich der Vorstand in diesem Jahr erstmals entschieden hat, ganz auf ein externes Pharmasponsoring zu verzichten. Wie in den letzten Jahren haben wir generell einen Antrag bei der Aktion Mensch für eine Defizitfinanzierung gestellt, wobei wir immer mit dem Risiko einer Absage planen müssen, da erst nach dem Kongress über eine tatsächliche Fördersumme der trialogischen Jahrestagung entschieden wird. Die Techniker Krankenkasse teilte uns jedoch bereits mit, dass sie die ehrenamtlich engagierten Helfer und Referenten der Tagung über Projektförderungskosten unterstützt.

Ganz besonders geholfen hat uns dieses Jahr bei der Realisierung der Tagung in der teuren Stadt München das lokale Organisationskomitee.  So konnte die Eröffnungsveranstaltung mit großzügiger Unterstützung auch des „get together“ im Festsaal des kbo-Isar-Amper-Klinikums München-Ost  in Haar durchgeführt werden. Ein weiterer bedeutender Partner bei der Ausrichtung der Jahrestagung 2017 ist die Hochschule für Angewandte Wissenschaften in München, die uns diese tollen Räumlichkeiten als Mitveranstalter zur Verfügung gestellt hat. Der Dank geht also an die lokalen Unterstützer und Organisatoren mit  Prof. Dr. Peter Brieger ı Ärztlicher Direktor kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Ost, Prof. Dr. Markus Witzmann und Prof. Dr. Christian Janßen, Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften, Hochschule München; Prof. Dr. Thomas G. Schulze (Institut für Psychiatrische Phänomik und Genomik (IPPG) Ludwig-Maximilians-Universität München und Dr. Florian Seemüller (kbo-Lech-Mangfall Klinik in Garmisch-Partenkirchen).

DGBS Einnahmen 2016

Mit einem Klick auf das Bild wird es vergrößert dargestellt

DGBS Ausgaben 2016

Mit einem Klick auf das Bild wird es vergrößert dargestellt
 

Aktuelle News

  • Uniklinik Frankfurt sucht Menschen mit bipolarer Störung für...

    Teilnehmer gesucht [… weiterlesen]


    alle News
  • Studie in Mainz: Verwandte von Bipolar-I-erkrankten Menschen...

    Für eine Studie an der Universität Mainz suchen wir psychisch gesunde Verwandte...[… weiterlesen]


    alle News
  • Mainzer Studie zu Stress, Emotionen und Gehirnstrukturen

    Teilnehmer gesucht[… weiterlesen]


    alle News
  • Studie in Hamburg: Ambulantes Monitoring mittels Smartphone bei...

    Teilnehmer gesucht[… weiterlesen]


    alle News
  • Patienten mit bipolaren Störungen gesucht

    Studienzentrum Neuruppin/nördliches Brandenburg sucht Patienten mit bipolaren...[… weiterlesen]


    alle News
  • Studie in Tübingen: Patienten mit einer bipolar-affektiven...

    Smartphone basiertes ambulantes Monitoring von Frühwarnsymptomen einschließlich...[… weiterlesen]


    alle News
  • Teilnehmer gesucht: Bipolife Studie am Uniklinikum Dresden

    Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbund...[… weiterlesen]


    alle News
  • Studie in Heidelberg: Angehörige von bipolaren Patienten gesucht

    Angehörigenstudie: Aktivierbarkeit von Gehirnstrukturen bei Angehörigen von...[… weiterlesen]


    alle News

Aktueller Terminhinweis

 
Cookies ermöglichen Ihnen die bestmögliche Nutzung dieser Website. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, erklären Sie sich mit unseren Datenschutzrichtlininen einverstanden.. Bestätigung mit »OK« schließt diesen Hinweis. mehr Infos / Datenschutzerklärung