Herzlich willkommen,
User

Menu

Newsletteranmeldung

Wir halten Sie kostenlos immer auf dem Laufenden!


Ich stimme zu, dass diese Angaben zur Beantwortung meiner Anfrage verarbeitet und gespeichert werden. Ihre Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung dieser Anfrage gelöscht. Sie können auch zukünftig Ihre Einwilligung mit einer E-Mail an info[at]dgbs.de widerrufen. Ausführliche Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in der Datenschutzerklärung

Verdacht auf Bipolare Störung bei Partner/Familienmitglied

Wenn Sie die Vermutung haben, dass ein Mitglied Ihrer Familie, Ihr Partner, ein Freund oder Kollege an einer Bipolaren Störung leidet, beachten Sie bitte folgende Grundsatzinformationen. Eine Bipolare Störung ist eine schwere psychische Erkrankung und NICHT die Folge einer bloßen Laune, einer schwachen Persönlichkeit oder eines „falschen“ Lebensstils. Die Entstehung dieser Erkrankung ist zwar bis heute nicht vollständig geklärt, man geht aber von dem Zusammenspiel einer genetischen Disposition („Vulnerabilität“) und sozialen Faktoren aus. So können z.B. Stresssituationen oder traumatische Erfahrungen den Ausbruch der Erkrankung begünstigen. Eine wichtige Erkenntnis ist aber gesichert: Je früher die Behandlung beginnt, desto erfolgreicher ist meist der Therapieverlauf. Denn Bipolare Störungen zählen trotz ihrer Schwere zu den psychischen Erkrankungen, die gut behandelbar sind und den Betroffenen Raum für ein erfülltes, „normales“ berufliches und privates Leben lassen. Zunächst ist dafür aber eine fachlich fundierte Diagnose, d.h. durch einen Facharzt für Psychiatrie, vonnöten. Um die Diagnose exakt stellen zu können, ist es von großem Vorteil, wenn Arzt, Betroffener und Angehörige gemeinsam (!) die bisherigen psychischen Auffälligkeiten betrachten. Oftmals dauert es allerdings sehr lange, bis die Betroffenen den Weg zum Facharzt finden. Das hängt zum einen mit der vor allem für die Manie typischen fehlenden Krankheitseinsicht und zum anderen mit der Angst vor Stigmatisierung zusammen. Dass letztere Sorge durchaus berechtigt ist, wird verständlich, wenn wir uns anschauen, wie in unserer Gesellschaft leider immer noch über psychisch Kranke geredet wird: Entweder gar nicht (Tabuisierung) oder als Verbrecher (Stigmatisierung). Wer möchte da schon als Verrückter abgestempelt werden?

Sprechen Sie den Betroffenen also in jedem Fall ruhig und behutsam auf mögliche Maßnahmen an (Ich-Botschaften!). Stellen Sie ihm Adressen und Telefonnummern von Fachärzten, Kliniken oder Selbsthilfegruppen bzw. auch Internetlinks zur Verfügung. Bieten Sie ihre Begleitung z.B. zum Psychiater an, aber haben Sie auch Verständnis dafür, wenn gerade beim Erstkontakt der Betroffene lieber alleine gehen möchte. Im Fall einer akuten Suizidgefahr können Sie die Notruf-Telefonnummern von der Ambulanz der nächstgelegenen psychiatrischen Klinik oder auch vom sozialpsychiatrischen Dienst kontaktieren.

Und wenn das nichts bringt? Sie tun alles, um Ihren Partner/Vater/Sohn/Freund zum Arzt zu bringen – aber er/sie will nicht? Leider müssen viele Angehörige die leidvolle Erfahrung machen, dass sie mit all ihren Bemühungen gegen eine Wand anrennen. Da es nun mal unglücklicherweise kein Patentrezept hin zur Krankheitseinsicht gibt (deren Nichtvorhandensein in der Manie ein Krankheitssymptom an sich ist!), ist der einzige Ratschlag, den man hier geben kann: es auf eine sanfte und wohlwollende Weise immer weiter zu versuchen!

Lesen Sie dazu auch den Text unter dem Unterpunkt fehlende Krankheitseinsicht.

 

Aktuelle News

  • Uniklinik Frankfurt sucht Menschen mit bipolarer Störung für...

    Teilnehmer gesucht [… weiterlesen]


    alle News
  • Studie in Mainz: Verwandte von Bipolar-I-erkrankten Menschen...

    Für eine Studie an der Universität Mainz suchen wir psychisch gesunde Verwandte...[… weiterlesen]


    alle News
  • Mainzer Studie zu Stress, Emotionen und Gehirnstrukturen

    Teilnehmer gesucht[… weiterlesen]


    alle News
  • Studie in Hamburg: Ambulantes Monitoring mittels Smartphone bei...

    Teilnehmer gesucht[… weiterlesen]


    alle News
  • Patienten mit bipolarer Störung gesucht

    Studienzentrum Neuruppin/nördliches Brandenburg sucht Patienten mit bipolaren...[… weiterlesen]


    alle News
  • Patienten mit bipolaren Störungen gesucht

    Studienzentrum Neuruppin/nördliches Brandenburg sucht Patienten mit bipolaren...[… weiterlesen]


    alle News
  • Studie in Tübingen: Patienten mit einer bipolar-affektiven...

    Smartphone basiertes ambulantes Monitoring von Frühwarnsymptomen einschließlich...[… weiterlesen]


    alle News
  • Teilnehmer gesucht: Bipolife Studie am Uniklinikum Dresden

    Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbund...[… weiterlesen]


    alle News

Aktueller Terminhinweis

 
Cookies ermöglichen Ihnen die bestmögliche Nutzung dieser Website. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, erklären Sie sich mit unseren Datenschutzrichtlininen einverstanden.. Bestätigung mit »OK« schließt diesen Hinweis. mehr Infos / Datenschutzerklärung