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„Was unternehme ich, wenn ich die ersten Anzeichen einer Manie erkenne?“

Zunächst müssen Sie diese Anzeichen überhaupt erkennen können, was in den meisten Fällen nur durch (oft leidvolle) Erfahrung möglich ist. Die Frühsymptome einer manischen Phase sind sehr individuell, oftmals gemahnen ein drastisch verringertes Schlafbedürfnis, vermehrtes und schnelleres Reden, eine ungewohnte Lockerheit im sozialen Umgang und/oder Ungeduld mit anderen, die Ihren sprunghaften Gedankengängen nicht mehr folgen können, zur Vorsicht. Es ist nicht einfach, den verführerischen Sog einer Manie zu erkennen und ihm zu widerstehen – man fühlt sich ja so gut und überhaupt nicht behandlungsbedürftig! Überlegen Sie in stabilen Phasen, wem Sie vertrauen wollen, wenn Ihnen eine gelbe oder rote Karte gezeigt wird.

Sollten Sie einen Notfallplan erarbeitet haben, ist es nun an der Zeit, diesen zu befolgen und Ihren Nächsten zu vertrauen, dass sie die richtigen Schritte unternehmen. Auch ist ein (außerplanmäßiger) Besuch bei Ihrem behandelnden Arzt jetzt angezeigt, der Ihnen wahrscheinlich raten wird, die Dosierung Ihres Medikaments zu erhöhen oder ein zusätzliches Akutmedikament einzusetzen. Dies alles kann dazu beitragen, einen Klinikaufenthalt zu vermeiden.

Auch wenn es Ihnen noch so schwer fällt: Bedenken Sie bitte, wie ungünstig, ja fatal sich manische Episoden in der Vergangenheit ausgewirkt und wie viel Porzellan Sie dabei zerschlagen haben.

 

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