###PAGETITLE###
 

Probleme bei der Darstellung des Newsletters? Dann klicken Sie hier für die Webansicht

 

Berufliche Fragen

Dienstag, den 19. März 2019

Berufliche Fragen

Probleme in der Schule

Während einer manischen Episode kann ein Kind in der Schule Grenzen überschreiten und bei Mitschülern und Lehrern durch rücksichtsloses oder störendes Verhalten auffallen, während ein depressives Kind in der Schule meist eher unauffällig ist. Befragen Sie bei Bedarf unbedingt Ihren Hausarzt bzw. einen Kinder- und Jugendpsychiater. Dieser kann gegebenenfalls eine zeitlich begrenzte Schulbefreiung veranlassen. Prüfen Sie auch, ob der Vertrauenslehrer und/oder Schulpsychologe und/oder ein Sozialpädagoge einbezogen werden kann.

Probleme auf der Arbeitsstelle

Eine manische Episode wird sich auf der Arbeitsstelle kaum verheimlichen lassen. Nicht immer ist ein manischer Arbeitnehmer (wie im günstigsten Fall) besonders kreativ und leistungsfähig, sondern meist mindestens ebenso rücksichtslos, getrieben, unkonzentriert. Konflikte mit dem Vorgesetzten und den Arbeitskollegen sind hier vorprogrammiert.
Um langfristige Nachteile am Arbeitsplatz zu vermeiden, ist eine Krankschreibung zu überdenken.
Folgende Aspekte sollten überlegt werden:

  • Ist Offenheit eine gute Möglichkeit oder eine Krankschreibung ohne Erklärung der bessere Weg?
  • Wie ist das Betriebsklima?
  • Gibt es einen Betriebsrat, der vermitteln kann?
  • Kann ein Angehöriger vermitteln?
  • Hilft ein Schwerbehindertenausweis dabei, den Arbeitsplatz zu erhalten?
  • Erkundigen Sie sich, ob nach einem Klinikaufenthalt Hilfe zur beruflichen Wiedereingliederung möglich ist und wo sie zu beantragen wäre.

Bei einer Kündigung können Sie einen Fachanwalt für Sozial- und Arbeitsrecht einschalten. Im Falle der Mittellosigkeit kann man sich an das zuständige Amtsgericht wenden und dort bei der Rechtsantragsstelle einen Beratungshilfeschein beantragen. Dieser muss aber unbedingt vor dem ersten Anwaltskontakt beantragt werden.

Wie vorgehen bei einer beruflichen Wiedereingliederung/Reha-Maßnahme?

Fragen Sie zunächst in der behandelnden Klinik nach Möglichkeiten der beruflichen Wiedereingliederung. Klären Sie auch ab, welche Arbeitsstundenzahl am Anfang optimal wäre.

 Auskunft über Rehamaßnahmen erhalten Sie bei 


  • den Krankenkassen
  • dem für Sie zuständigen Integrationsamt/Versorgungsamt

  • der ARGE Zur Website
  • 
der LVA/BfA
 Zur Website
  • dem Sozialverband Deutschland e.V.
 Zur Website
  • der Bundesarbeitsgemeinschaft ambulante berufliche Rehabilitation e.V. Zur Website
  • der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DvfR) Zur Website
  • der 
Bundesarbeitsgemeinschaft für unterstützende Beschäftigung (BAGH) Zur Website
  • der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW)
 Zur Website

Auch in einer Selbsthilfegruppe werden oftmals wertvolle Tipps weitergegeben. Erkundigen Sie sich möglichst bei mehreren Institutionen, um alle notwendigen Informationen zu erhalten und gut vorbereitet in entsprechende Gespräche gehen zu können.

Vorzeitige Berentung?

Abhängig von der Schwere der Erkrankung ist dies möglich. Informationen zum Thema Frühverrentung erhalten Sie z.B. bei:

Lassen Sie sich auch bei diesem Thema sicherheitshalber von mehreren Institutionen beraten.

Dieser Newsletter wurde versendet durch:
Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. (DGBS)

DGBS • Klinik für Psychiatrie • Heinrich-Hoffman-Straße 10 • 60528 Frankfurt am Main

 ---
Der Newsletter kann hier abbestellt werden.