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DGBS Newsletter: Ausgabe 2/2017

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
liebe DGBS-Mitglieder,

vor Kurzem hatte ich das Glück, einen Kongress im sonnigen Kalifornien besuchen zu dürfen (mit leider erschreckend wenig wirklich neuen Befunden zur Bipolaren Störung. Aber das nur am Rande). Üblicherweise sind US-Amerikaner eher zurückhaltend mit politischen Aussagen, aber zu dieser Zeit und gerade in der liberalen "Republic of California" war alles anders: In so gut wie jedem Plenarvortrag wurde auf Mr. Trump mehr oder weniger direkt angespielt. Und zwar in keinem einzigen Fall mit positiven Aussagen. Von grundsätzlich ja eher weniger konservativen (im amerikanisch-politischem Sinne) Wissenschaftlern ist das ja zunächst einmal nicht überraschend, zumal ja Herr Trump eine ausgesprochen anti-wissenschaftliche Haltung an den Tag legt; aber auch im ersten Geschäft, in dem ich war, einem Macy's, kam ich auf typisch amerikanischem Weg mit dem Verkäufer ins Gespräch: wo ich herkomme, was ich hier in San Diego mache, aha, eine Konferenz, welche? Nachdem mein Gegenüber erfahren hatte, dass ich Psychiater bin, kam umgehend die Frage „So what do you think about our president?".  Seine eigene Antwort darauf gab er schnell - "I think he's a total nutjob", also "ich denke er hat sie nicht mehr alle". Ein Fall für den Psychiater also.

I tend to disagree.

So sehr ich persönlich auch finde, dass die Eignung von Donald Trump als Präsident der USA ähnlich hoch ist wie die einer Geranie, Proust zu übersetzen, so wenig ist er psychisch krank in dem Sinne, als dass ich mich als Arzt zuständig fühlen würde. Klar, er mag ein Narzisst sein, ein Psychopath, ich weiß es ja auch nicht, aber das sind viele; das Problem ist, dass er ein Narzisst oder Psychopath oder was auch immer mit der Macht über die Atomcodes ist, und das macht ihn gefährlich. Würde sich seine Macht auf das Öffnen von Konservendosen beschränken, würde kein Hahn danach krähen und auch niemand eine psychiatrische Einschätzung einfordern. Ich bin Psychiater, somit Arzt, und damit ist für mich das individuelle Leiden des Patienten Richtschnur meines Handelns. Das ist gerade im Umfeld der Bipolaren Störung nicht immer einfach, schließlich leidet ein Patient in der akuten Manie in diesem Moment nicht unbedingt an der Erkrankung, man muss gegebenenfalls also auch zukünftiges Leiden mit in Betracht ziehen; aber das ist gar nicht der Punkt, den ich hier verdeutlichen will. Sondern vielmehr der, dass nicht jeder (meistens sind es ja leider Männer...), der sich schräg/selbstsüchtig/unüberlegt/chaotisch verhält, an einer psychischen Krankheit leidet; und dass beileibe nicht jeder, der an einer psychischen Krankheit leidet, sich immer und dauernd "komisch" verhält. Ganz im Gegenteil - viele der Erkrankungen, mit denen wir zu tun haben, verlaufen phasisch, und zwischen den Erkrankungsphasen sind die Betroffenen ganz "normal" (was immer das auch sein mag). Dieses grundsätzliche Missverständnis, auffällige Persönlichkeit(en) und psychiatrische Erkrankungen gleich zu setzen, ist etwas, das viel zum Stigma der Patienten und unseres Faches beiträgt. Deshalb finde ich, dass man immer wieder auf diesen Unterschied hinweisen muss: Psychiatrie ist nicht die Festlegung oder Definition von "normalem Verhalten", sondern die Behandlung leidender Patienten. Und auch deshalb ist es wichtig, dass es die DGBS und den Trialog gibt - auf unserer Jahrestagung 500 Menschen zu sehen und nicht zu wissen, ob es sich um einen Angehörigen, Profi oder Betroffenen handelt (und ja, zuweilen sind es Doppel- und Dreifachrollen), ist möglicherweise ein größerer Augenöffner als so manche Imagekampagne.

Zurück zu Trump: persönliches Leiden sehe ich hier nicht, und auch keine behandlungsbedürftige Erkrankung, soweit ich das aus der Ferne überhaupt beurteilen kann. Vielmehr würde ich hier Begriffe verwenden, die nichts mit Psychopathologie zu tun haben und für die es im Bayerischen wunderbar blumige Ausdrücke gibt. Welche das sind, überlasse ich Ihrer sommerlichen Fantasie und empfehle das Werk von Polt und Valentin...

Damit, und mit unserem Newsletter, wünscht Ihnen viel Vergnügen

Ihr
Andreas Reif
und die Newsletter-Redaktion

Inhaltsüberblick

Neues von der DGBS

  • Jahrestagung 2017
  • Hotelangebot zur Tagung
  • Neues von der Bipolar Roadshow
  • Neue Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle
  • In eigener Sache

Berichte aus den DGBS Referaten

  • Referat Versorgung
  • Referat Angehörige

DGBS Beratungsangebote

  • Bericht vom letzten Seminar für DGBS-Beraterinnen und Berater
  • Beratung via Skype wird eingeschränkt

Wissenswertes

  • Aktuelle Studien

Die DGBS

  • Kennen Sie schon...?
  • Werden Sie Mitglied der DGBS!
  • Die DGBS ist auf Ihre Spende angewiesen
  • DGBS: Ziele und Entwicklungsschritte

Impressum

Neues von der DGBS

DGBS Jahrestagung 2017

Momentan arbeiten wir fieberhaft an den letzten Einzelheiten des Programms und am Programmheft. Sie können sich jetzt online und per Post bis zum 24.08.2017 zur Tagung anmelden; hier der direkte Link dazu. Nach diesem Termin melden Sie sich bitte vor Ort im Tagungsbüro an.

Auf dieser Seite werden demnächst Details zum Programm veröffentlicht. Hier ein Vorabflyer zum Download. Ebenfalls herunterladen können Sie dieses Formular für die Anmeldung per Post.

Hotelangebot zur Tagung

Wir können in diesem Jahr zwar nicht wie bei der Tagung 2016 in Chemnitz eine Reihe von Zimmerkontingenten anbieten, doch das IntercityHotel am Münchner Hauptbahnhof hat uns ein begrenztes Kontingent an Zimmern zu vergünstigten Raten zur Verfügung gestellt. Das Kontingent verfällt am 8. August 2017. Kostenfreie Stornierungen sind bis zum 24. August 2017 möglich. Im Zimmerausweis enthalten ist ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr über die Dauer des Aufenthalts - damit kommen Sie auch mit der S-Bahn nach München-Haar, wo in diesem Jahr die Auftaktveranstaltung stattfndet.

Geben Sie bei der Reservierung per Mail an groupreservation@muenchen.intercityhotel.de oder telefonisch unter der Nummer 089 839 329 200 das Stichwort "DGBS" an, um von der Vergünstigung profitieren zu können.

Neues von der Bipolar Roadshow

In diesem Jahr hat sich die DGBS erstmalig an den weltweiten Aktionen anlässlich des World Bipolar Day beteiligt. Im Vorfeld der Bipolar Roadshow-Veranstaltung am 30. März 2017 in Frankfurt am Main freuten wir uns über ein außergewöhnliches Medienecho: Zu unserer Pressekonferenz erschienen neben den großen Frankfurter Blättern FAZ und Frankfurter Rundschau auch Vertreter der lokalen Presse sowie der dpa und des dpd. Vor allem der Artikel der dpa zeigte Wirkung: Er wurde von zahlreichen Publikationen übernommen. Der Hessische Rundfunk drehte einen Beitrag über die Erkrankung, der am Tag der Roadshow gezeigt wurde.

Bei der Veranstaltung selbst hätten wir uns zwar über mehr Besucher gefreut, doch der Saal war immerhin ganz gut gefüllt und das Programm mit dem Rapper Flowin Immo, der Lesung von Sebastian Schlösser und den "Songs from the Inside" von Martin Kolbe kam sehr gut an.

Die Roadshow wird fortgesetzt! Gegenwärtig bereiten wir folgende Veranstaltungen vor:

  • 01.10.2017 Lübeck
  • 03.10.2017 Greifswald
  • 06.10.2017 Neubrandenburg
  • 10.10.2017 Berlin (öffentliche Veranstaltung)
  • 11.10.2017 Berlin (Veranstaltung im Rahmen des WPA/DGPPN-Kongresses)

Details erfahren Sie demnächst in diesem Newsletter, auf Facebook und über die Website der Roadshow. Letztere wird momentan überarbeitet, bitte haben Sie hier ein wenig Geduld. Sie können jedoch jetzt schon mit einer Mail an info@dgbs.de Karten vorbestellen (ein Vorverkauf findet nicht statt). Ausgenommen ist die Veranstaltung am 11.10.2017.

Neue Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle

Nachdem uns unsere Geschäftsstellenleiterin Frau Annemarie Bäsmann aus gesundheitlichen Gründen leider verlassen musste, freuen wir uns, in Frau Altinser Caka eine sehr qualifizierte Nachfolgerin gefunden zu haben. Sie hat sich bereits gut eingearbeitet; manche von Ihnen kennen sie vielleicht bereits schon von Telefonkontakten mit der Geschäftsstelle. Wir heißen sie hier noch einmal herzlich willkommen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

In eigener Sache

Trotz aller Bemühungen und Vorsichtsmaßnahmen, um die Fehler zu vermeiden, die im letzten Jahr zu Fehlbuchungen bei den Mitgliedsbeiträgen geführt haben, kam es auch in diesem Jahr zu einigen wenigen Unregelmäßigkeiten. Bitte überprüfen Sie Ihren Kontoauszug vom April, ob bei Ihnen alles seine Richtigkeit hatte. Falls nicht, schicken Sie uns bitte eine Mail an info@dgbs.de. Wir entschuldigen uns in aller Form für diese Misslichkeiten und arbeiten weiter daran, die Fehler in der Datenbank zu beseitigen.

Berichte aus den DGBS Referaten

Referat Versorgung

Wir freuen uns, auch in diesem Jahr weitere Kliniken mit dem DGBS Gütesiegel auszeichnen zu können. DIe Verleihung findet wie im Vorjahr im Rahmen der Auftaktveranstaltung unserer Jahrestagung statt. Mehr zum Gütesiegel, über die Kriterien, welche für die Auszeichnung erfüllt sein müssen und über die aktuell von uns empfohlenen Kliniken lesen Sie auf dieser Seite. Gegenwärtig laufen bereits die ersten Rezertifizierungen - die ausgezeichneten Kliniken müssen ihre Angebote für bipolare Patienten und ihre Angehörigen in regelmäßigen Abständen einer Prüfung unterziehen.

Referat Angehörige

Seminar für Angehörige Bipolar Erkrankter

Im Februar 2017 fand ein Angehörigenseminar in Frankfurt am Main statt. Wie immer war das Seminar rasch ausgebucht, was zeigt, wie groß die Nachfrage nach diesem Angebot ist. Lesen Sie den Bericht zweier Teilnehmer auf dieser Seite. Erst kürzlich, Mitte Juni, wurde ein Seminar in Hannover durchgeführt. Einen Bericht darüber lesen Sie im nächsten Newsletter.

DGBS Beratungsangebote

Bericht vom Seminar für DGBS-Beraterinnen und Berater im April 2017

Eine gute und fundierte Beratung braucht regelmäßige Fortbildung und Supervision. Deshalb organisiert die Leiterin des DGBS-Beratungsteams Barbara Wagenblast zweimal jährlich ein Seminar für die Beraterinnen und Berater. Mit einem Klick auf diesen Link kommen Sie zum Bericht einer Teilnehmerin.

Die Beratung via Skype wird eingeschränkt

Im Jahr 2015 richteten wir zusätzlich zur Beratung am Telefon und per Mail eine Skype-Beratung ein. Dieses Angebot wurde auch deshalb geschaffen, um neben der kostenpflichtigen 0700-Nummer eine gänzlich kostenfreie Alternative anzubieten. Da diese kaum wahrgenommen wurde, sehen wir nun von der dauerhaften Betreuung dieses Accounts ab. Zudem können die Telefonberater mittlerweile zurückrufen, so dass für die Ratsuchenden keine Kosten außer des Erstanrufs entstehen. Wir beraten Sie gerne weiterhin per Skype, wenn Sie uns eine diesbezügliche Mail an info@dgbs.de schicken.

Wissenswertes

Aktuelle Studien

An der Universität Mainz wird untersucht, wie bestimmte Arten zu Denken sich auf das motivationale und emotionale Erleben auswirken, um daraus wirkungsvollere Therapieangebote entwickeln zu können. Gesucht werden Personen mit einer diagnostizierten Bipolar-I- oder II-Störung (ohne Rapid Cycling). Weitere Ausschlusskriterien und die Einzelheiten zur Studie lesen Sie auf dieser Seite.

Ebenfalls in Mainz wird die FUNDO-Studie durchgeführt, die das Ziel hat, Aufschlüsse über die Vererbbarkeit der Bipolaren Störung sowie über Faktoren, die möglicherweise vor einer Erkrankung schützen, zu erhalten. Gesucht werden Personen mit einer Bipolar-I-Störung und Verwandte ersten Grades. Weitere Details zur Studie entnehmen Sie bitte dieser Seite.

Die DGBS

Kennen Sie schon...

...unser Starterpaket, das bei der Gründung einer Bipolar-Selbsthilfegruppe äußerst hilfreich ist? Für bestehende Gruppen, die neue Anstöße brauchen, halten wir unsere Basispakete bereit. In beiden Paketen befindet sich eine Vielzahl an Materialien bis hin zu Büchern und DVDs. DGBS-Mitglieder erhalten die Pakete gegen eine geringe Schutzgebühr.

Die DGBS: Ziele und Entwicklungsschritte

Ein Überblick über die Ziele, die wir uns gesetzt haben, unsere Motivation und die bisherige Geschichte der DGBS. Weiterlesen...

Werden Sie Mitglied der DGBS!

Mit Ihrer Mitgliedschaft unterstützen Sie die Arbeit der DGBS und gewährleisten die Unabhängigkeit unserer Vereinigung. Nur so können wir weiterhin ein breites Informationsangebot über die Bipolare Störung anbieten und die Belange bipolar Erkrankter und ihrer Angehörigen vertreten. Weiterlesen...

Wir sind auf Ihre Unterstützung angewiesen

Fördern Sie unsere Arbeit mit einer Spende. Mit Ihrer Unterstützung gewährleisten Sie die Kontinuität unserer Arbeit. Weiterlesen...

Impressum

Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. (DGBS)

Postanschrift Geschäftsstelle:
DGBS
Klinik für Psychiatrie
Heinrich-Hoffmann-Straße 10
60528 Frankfurt am Main
Tel.: 0700 333 444 54 (12 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz, aus dem Mobilfunknetz z.T. deutlich höhere Gebühren)
E-Mail: info@dgbs.de
1. Vorsitzender: Prof. Dr. Martin Schäfer, Essen

Redaktion:

Prof. Dr. Andreas Reif (Chefredaktion)
Martin Kolbe
Barbara Wagenblast

Mitwirkende bei dieser Ausgabe:

M. Sc. Sonja Ascheid
Dr. Julia Linke
M. Sc. Eva Elisa Schneider
Nadja Stehlin
sowie zwei anonym bleiben wollende Angehörige

 

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