Prof. Dr. med. habil. Ehrig Lange (* 20.9.1921 † 1.6.2009) war von 1963 bis 1987 Direktor der Neurologisch-Psychiatrischen Klinik der Medizinischen Akademie “Carl Gustav Carus” in Dresden. Als beratender Psychiater im Arbeitskreis des Arzneimittelwerkes Dresden leitete er die Internationalen Dresdner Symposien zu speziellen Aspekten der Psychopharmakotherapie.
Im Rahmen der Depressionsforschung der Dresdner Universitätsklinik waren die bipolaren Erkrankungen eine wesentliche Zielgruppe bei der bereits 1967 in Dresden begonnenen Lithium-Rezidivprophylaxe (mit W. Felber, L. König, M. Roßner und W. Heisig), auch hinsichtlich der Carbamazepinbehandlung affektiver Psychosen (mit H.-P. Wunderlich). Unter Bezugnahme auf die Vielfalt depressiver Psychosen und zur Frage der psychotischen Depression wurde Stellung genommen. Die Bearbeitung gleicher Fragen ergab sich im Rahmen der Dresdner Suizidforschung (W. Felber, E. Lange), speziell auch im Bereich der forensischen Psychiatrie bei der Differenzierung der Suiziderweiterung in diagnostischer wie forensischer Hinsicht (E. Lange, M. Lammel).
Prof. Dr. med. habil. Ehrig Lange war 1971 bis 1983 Vorstandmitglied des Weltverbandes für Psychiatrie (WPA) und wurde von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde für seine Verdienste um die deutsche Psychiatrie ausgezeichnet und zum Ehrenmitglied ernannt.
Die Ernennung von Herrn Prof. Dr. E. Lange zum Ehrenmitglied der DGBS erfolgte anlässlich des DGBS-Therapieforums Bipolare Störungen am 2. November 2001 in München.
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